2013

Collage: Barbara Schneider

Bildredaktion – Selektionsprozesse im digitalen Zeitalter

Samstag, 16. November 2013, 10-18 Uhr

Die Akkumulation von Fotografien auf Photosharing-Plattformen, in kommerziellen Bilddatenbanken und sozialen Medien macht potentiell so viele Bilder verfügbar wie nie zu vor. Umso dringlicher stellt sich die Frage nach der Ökonomie der Aufmerksamkeit, d.h. die Frage, wie man aus dieser Überfülle zu einer Auswahl von Bildern zur Publikation in den traditionellen Printmedien und im Internet kommt. Zusammen mit über 100 Besuchern beschäftigten sich die Vortragenden des Symposium mit dieser Frage aus der Perspektive der Bildredaktion.

Dr. Susanne Holschbach moderierte die Veranstaltung und ging dabei auf folgende Fragen ein: Nach welchen Kriterien wählen Bildredakteur_innen ihre Bilder aus? Welche Rolle spielen dabei ökonomische Zwänge, die Corporate Identity des Mediums, welche die Vorgaben, die digitale Bilddatenbanken durch ihre Verschlagwortung und die Art ihrer Suchoptionen setzen? Auf welche Bilddatenbanken wird hauptsächlich zugegriffen, welche Auswirkung hat dabei der Aufkauf bedeutender Bildarchive durch große Bildagenturen wie Getty Images und Corbis? Führt die Überfülle des Angebots zu einer größeren Differenzierung der Bildauswahl, oder kommt es durch die Aufmerksamkeitsökonomie des Internets und die Monopolisierungstendenzen zu einer größeren Vereinheitlichung? Sind unter den Bedingungen des Internets andere Bilder erfolgreich als in der Zeit der analogen Fotografie?

Moderation: Dr. Susanne Holschbach, Prof. Manfred Schmalriede
Idee und Organisation: Barbara Schneider

Foto: Barbara Schneider