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Video: Neue Schule für Fotografie

Struktur des Studiums

Grundklasse
Fachklasse
Abschlussklasse
Ausstellungssemester
Abschluss des Studiums

Im Rahmen der dreieinhalbjährigen Ausbildung an der Neuen Schule erwerben die Studierenden umfassende technische und gestalterische Kompetenzen, um Aufträge und freie Projekte eigenständig und effizient umzusetzen. Sie erlernen dafür zum einen die nötigen handwerklichen Fertigkeiten in den Bereichen Kamera-, Aufnahme-, Studio- und Labortechnik. Mit Hilfe gezielter Aufgabenstellungen wird das Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Darstellungsvermögen der Studierenden geschult und die Entwicklung einer eigenständigen Bildsprache und Ausdrucksform unterstützt. Für die spätere Praxis werden außerdem wichtige Kenntnisse in den Bereichen Projektentwicklung, Urheber- und Vertragsrecht, Finanzierung und Betriebswirtschaft vermittelt.


Foto: Giedre Kuliauskaite

Das Fotografiestudium an der Neuen Schule umfasst dreieinhalb Jahre Unterricht. Jedes Studienjahr besteht aus zwei Semestern. Ein Semester dauert fünf Monate, der sechste Monat ist unterrichtsfrei. Die einzelnen Unterrichtstage umfassen je 8 Unterrichtsstunden à 45 Minuten.

Die Stunden werden als Blockunterricht erteilt, d. h. 14-tägig 2 bis 4 Tage pro Woche. Die übrige Zeit wird für das Selbststudium in den Werkstätten, die Bearbeitung von Aufgabenstellungen und die Umsetzung der individuellen Projekte genutzt. Ab dem dritten Semester können Studierende zwischen verschiedenen thematischen Modulen wählen, die es ihnen ermöglicht, Schwerpunkt in angestrebten Berufsfeldern oder einer künstlerischen Richtung der Fotografie zu setzten.

Berlin ist der perfekte Ort, um Fotografie zu studieren: eine kulturreiche Metropole mit einer Vielzahl von Ausstellungsräumen und wichtigen fotografischen Institutionen, mit denen die Neue Schule zusammenarbeitet. Außerdem setzt sich die Fotoschule für einen internationalen Austausch junger Fotografinnen und Fotografen ein und fördert die Vernetzung mit in- und ausländischen Fotoschulen.

Video: Neue Schule für Fotografie

Grundklasse

Erstes und Zweites Semester

Grundklasse mit 30 angeleiteten Unterrichtstagen und mindestens 80 Stunden Werkstättennutzung pro Semester

Das erste Jahr an der Neuen Schule bietet eine fundierte Einführung in die grundlegenden technischen, gestalterischen und medialen Aspekte der Fotografie. Die Studierenden entwickeln Kompetenzen im Umgang sowohl mit analogen wie digitalen Kameras, sie erproben analoge und digitale Verfahren der Bildbearbeitung und erlernen die Grundlagen der Studiotechnik und des Digitaldrucks. Sie erwerben Fähigkeiten im Bereich des visuellen Designs sowie in der Aufnahme und Auswahl kohärenter Bilder. Die Studierenden erhalten Einblick in die Geschichte fotografischer Bilder und Gebrauchsweisen und ihrer jeweiligen gesellschaftlichen Kontexte.


Foto: Ben Chislett

Um ein vertieftes Verständnis der Prozesse des Fotografischen zu gewährleisten, steht am Beginn der Ausbildung die Auseinandersetzung mit dem analogen Verfahren. Die Studierenden erlernen den Umgang mit Kameras unterschiedlicher Aufnahmeformate von Kleinbild (35mm) bis Großbild (4×5 inch), die Belichtungsmessung und bauen eigene Lochkameras. Sie setzen sich in unseren Dunkelkammern mit analogen Filmentwicklungsprozessen auseinander, stellen Kontaktabzüge her und vergrößern ihre entwickelten Negative auf Fotopapier. Im Anschluss daran steht die Beschäftigung mit der digitalen Fotografie im Fokus. Die Studierenden setzen sich mit den Möglichkeiten der digitalen Ausrüstung und verschiedener Bildbearbeitungssoftwares auseinander. Sie erlernen in unserem Studio die Grundlagen der Studiobeleuchtung, konzipieren Fotoserien und erstellen in unserem Druckerraum Fine Art Prints auf hochwertigen digitalen Tintenstrahldruckern und Professionelle-Fotopapieren. Die Ausbildung der technischen und gestalterischen Fähigkeiten wird über konkrete Aufgabenstellungen vermittelt, bei denen im ersten Jahr Aspekte des Raums und der Dinge im Vordergrund stehen, im zweiten das Porträt und die Menschendarstellung.

Werkstätten:
Dunkelkammern

Studio
Druckerraum

Studienfächer:

 

Fachklasse

Drittes und viertes Semester

30 angeleitete Unterrichtstage, davon 8-10 Tage Wahlmodule, 
mindestens 80 Stunden Werkstättennutzung pro Semester

Im zweiten Jahr vertiefen die Studierenden ihre Fähigkeiten bei der Erstellung von Bildserien und kontextualisieren sie in der zeitgenössischen, fotografischen Welt. Sie entwickeln ihre technischen und gestalterischen Fertigkeiten in Bezug auf konkrete Anwendungsbereiche der Fotografie wie Reportage, Bildessay, Mode-, Architektur- und Produktfotografie weiter.


Foto: Max Sprott

Die Studierenden beginnen, sich als Fotograf*innen zu professionalisieren, erlernen die Feinheiten der Bilderzeugung und -bearbeitung, Techniken der Postproduktion und fortgeschrittene Beleuchtungsmethoden sowie die Grundlagen des Redaktions- und Webdesigns. Sie setzen sich mit unterschiedlichen fotografischen Richtungen, Stilen, Bildgenres und Präsentationsformen auseinander und verorten ihre eigene fotografische Praxis in einem soziokulturellen Kontext. Über die Wahl von thematischen Modulen erfolgt eine erste Schwerpunktsetzung innerhalb fotografischer Richtungen und potentieller Berufsfelder.

Studienfächer:

Abschlussklasse

Fünftes und sechtes Semester

Abschlussklasse mit 30 angeleiteten Unterrichtstagen, 16 davon Wahlmodule und mindestens 80 Stunden Werkstättennutzung pro Semester

Im letzten Jahr konzentrieren sich die Studierenden auf ein selbst gewähltes Projekt und eine theoretische Arbeit, um ihre eigenständige fotografische Position zu finden und zu definieren. Sie werden dabei individuell von einer Dozentin oder einem Dozenten ihrer Wahl betreut. In themenbezogenen Wahlmodulen vertiefen sie die inhaltliche Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit und den Projekten ihrer Kommiliton*innen. Sie beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellungen der visuellen Kultur sowie den ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen des Kunst- und Bildermarkts. In der Erprobung selbstständiger, konzeptgeleiteter Arbeitsprozesse gewinnen die Studierenden an Sicherheit für ihre anschließende professionelle Tätigkeit als Fotograf*innen.


Foto: Ben Chislett

Es finden Seminare und Workshops statt, in denen führende Berliner Persönlichkeiten aus ihren jeweiligen Bereichen vertreten sind – darunter Viktoria Binschtok (Fotokünstlerin), Gabriele Worgitzki (Kaschierung Berlin), Michael Dooney (Galerist), Dr. Christiane Stahl (Alfred Ehrhardt Stiftung), Felix Hoffmann (C/O Berlin) und Michael Biedowicz (Zeit Magazin), Theoretiker*innen, Techniker*innen, Büchermacher*innen, Rechtsanwält*innen und freiberufliche Fotograf*innen –, die den Studierenden den Umgang mit praktischen Fragen in der Branche näher bringen, von Budgetkalkulationen über Steuer- und Urheberrecht und Bildredaktion bis hin zur Erstellung von Fotobüchern und Montage von Bildern.

Gastdozierende
Dr. Christiane Stahl (Alfred Ehrhardt Stiftung)
Felix Hoffmann (C/O Berlin)
Michael Biedowicz vom Zeit Magazin

Studienfächer:

Am Ende des sechsten Semesters findet eine Evaluierung der Projekte und Arbeiten statt, um zu entscheiden, welche Studierenden bereit sind, ihre Werke auszustellen.

7. Semester

Präsentation der Abschlussarbeit in der schuleigenen Galerie und in einer Publikation, 15 angeleitete Unterrichtseinheiten pro Studierende*n und mindestens 13 Tage selbstständiges Studium

Das siebte Semester ist der Produktion einer Fachausstellung der Arbeiten des letzten Studienjahres gewidmet. Die Ausstellungen der Abschlussklassen finden Sie hier auf einer eigenen Seite versammelt.

Fotos: Neue Schule für Fotografie, Corinna Christa Hengelein, Ben Chislett

Abschluss des Studiums

Ihr Fotografiestudium schließen Sie zum Ende des 7. Semesters mit einer eigenständigen praktischen Arbeit ab, die zusammen mit den anderen Arbeiten der Abschlussklasse in einer Ausstellung in der Galerie der Neuen Schule für Fotografie gezeigt und von einer Publikation begleitet wird. Das Ergebnis der Prüfung wird in einem Zertifikat dokumentiert, welches bei der Finissage überreicht wird.

Fotos: Max Sprott

Aussichten

Preise, Ausstellungen und Anerkennung unserer aktuellen und ehemaligen Studierenden, finden Sie hier.

Wie bewerbe ich mich und wie viel kostet das Studium?

Hier geht es weiter zur Bewerbung und Studiengebühren.

Das Sommersemester 2020 beginnt am 24. Februar und endet am 23. August 2020. Bewerbungsschluss für das Wintersemester 2020/21 ist der 7. Juni 2020.

Unser nächster Tag der offenen Tür findet im November 2020 statt. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich einen Einblick in die Schule und unser Studienangebot zu verschaffen und ein Mappengespräch zu buchen.


Foto: Tina Wessel

Kachelbild: Chiara Pavolucci