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Video: Neue Schule für Fotografie

Struktur des Studiums

Grundklasse
Studieren im Modulsystem
Abschlussarbeit
7. Semester und Abschlussarbeit

Berlin ist der perfekte Ort, um Fotografie zu studieren: eine kulturreiche Metropole mit einer Vielzahl von Ausstellungsräumen und wichtigen fotografischen Institutionen, mit denen die Neue Schule zusammenarbeitet. Außerdem bemüht sich die Fotoschule um einen internationalen Austausch junger Fotografinnen und Fotografen und fördert die Vernetzung mit in- und ausländischen Fotoschulen.


Foto: Giedre Kuliauskaite

Im Rahmen der dreieinhalbjährigen Ausbildung an der Neuen Schule erwerben die Studierenden umfassende technische und gestalterische Kompetenzen, um Aufträge und freie Projekte eigenständig und effizient umzusetzen. Sie erlernen dafür zum einen die nötigen handwerklichen Fertigkeiten in den Bereichen Kamera-, Aufnahme-, Studio- und Labortechnik. Mithilfe gezielter Aufgabenstellungen wird das Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Darstellungsvermögen der Studierenden geschult und die Entwicklung einer eigenständigen Bildsprache und Ausdrucksform unterstützt. Für die spätere Praxis werden außerdem wichtige Kenntnisse in den Bereichen Projektentwicklung, Urheber- und Vertragsrecht, Finanzierung und Betriebswirtschaft vermittelt.

Pro Semester absolvieren die Studierenden bis zu 30 Unterrichtstage. Der Unterricht findet 14-tägig an 2 bis 4 Tagen pro Unterrichtswoche statt. Die übrige Zeit ist für das Selbststudium in den Werkstätten, die Bearbeitung von Aufgabenstellungen und die Umsetzung eigener Projekte vorgesehen.

In der einjährigen Grundklasse erhalten die Studierenden eine fundierte Einführung in die grundlegenden technischen, gestalterischen und medialen Aspekte der Fotografie. Ab dem dritten Semester können Studierende zwischen verschiedenen thematischen Modulen wählen, die es ihnen ermöglichen, Schwerpunkte in angestrebten Berufsfeldern oder einer künstlerischen Richtung der Fotografie zu setzten.

Video: Neue Schule für Fotografie

Grundklasse

In den ersten beiden Semestern entwickeln die Studierenden Kompetenzen im Umgang sowohl mit analogen wie digitalen Kameras, sie erproben analoge und digitale Verfahren der Bildbearbeitung und erlernen die Grundlagen der Studiotechnik und des Digitaldrucks. Sie erwerben Fähigkeiten im Bereich des visuellen Designs sowie in der Aufnahme und Auswahl kohärenter Bilder. Die Studierenden erhalten Einblick in die Geschichte fotografischer Bilder, ihrer Gebrauchsweisen und deren jeweiligen gesellschaftlichen Kontexte.

Um ein vertieftes Verständnis der Prozesse des Fotografischen zu gewährleisten, steht am Beginn der Ausbildung die Auseinandersetzung mit dem analogen Verfahren. Die Studierenden erlernen den Umgang mit Kameras unterschiedlicher Aufnahmeformate von Kleinbild (35mm) bis Großbild (4×5 inch) und mit dem Belichtungsmesser. Der Bau eigener Lochkameras ist ebenfalls vorgesehen. Sie setzen sich in unseren Dunkelkammern mit analogen Filmentwicklungsprozessen auseinander, stellen Kontaktabzüge her und vergrößern ihre entwickelten Negative auf Fotopapier. Im Anschluss daran steht die Beschäftigung mit der digitalen Fotografie im Fokus. Die Studierenden setzen sich mit den Möglichkeiten der digitalen Ausrüstung und verschiedener Bildbearbeitungsprogramme auseinander. Sie erlernen in unserem Studio die Grundlagen der Studiobeleuchtung, konzipieren Fotoserien und erstellen in unserem Druckerraum Fine Art Prints auf hochwertigen digitalen Tintenstrahldruckern und professionellen Fotopapieren. Die Ausbildung der technischen und gestalterischen Fähigkeiten wird über konkrete Aufgabenstellungen vermittelt.


Foto: Ben Chislett


Werkstätten:

Dunkelkammern

Studio
Druckerraum

Studienfächer:

 
 

Studieren im Modulsystem

Ab dem 3. Semester wählen die Studierenden Module aus den Themenbereichen Fachunterricht, Technik, Geschichte/Theorie der Fotografie und Berufspraxis aus, die ihren individuellen Interessen entsprechen. Die Studierenden vertiefen ihre Fähigkeiten bei der Erstellung von Bildserien und kontextualisieren sie in der zeitgenössischen fotografischen Welt. Sie entwickeln ihre technischen und gestalterischen Fertigkeiten in Bezug auf konkrete Anwendungsbereiche der Fotografie wie Reportage, Bildessay, Mode-, Architektur- und Produktfotografie weiter.

Ferner beginnen die Studierenden, sich als Fotograf*innen zu professionalisieren, erlernen die Feinheiten der Bilderzeugung und -bearbeitung, Techniken der Postproduktion und fortgeschrittene Beleuchtungsmethoden sowie die Grundlagen des Redaktions- und Webdesigns. Sie setzen sich mit unterschiedlichen fotografischen Richtungen, Stilen, Bildgenres und Präsentationsformen auseinander und verorten ihre eigene fotografische Praxis in einem soziokulturellen Kontext. Über die Wahl von thematischen Modulen erfolgt eine erste Schwerpunktsetzung innerhalb fotografischer Richtungen und potentieller Berufsfelder.


Foto: Max Sprott


Beispielmodule

Fachunterricht:
Porträtfotografie
Zeitgenössische Fotografie
Architekturfotografie

Technik:
Gestaltungslehre
Großbildkamera
Licht und Oberflächen
RGB
Licht und Schatten: Reflexion beim Porträt
Inszenierungen umsetzen
Schwarzweiss Vergrößern
Einführung ins analoge Farblabor
InDesign
Digitale Bildbearbeitung
Photoshop für Fortgeschrittene

Geschichte/Theorie der Fotografie:
Architektur, Landschaft, Umwelt
Porträt, Selbstinszenierung, Körperbilder
Visuelles Erzählen
Fotografie in der digitalen Kultur
Strategien und Ethik dokumentarischer Fotografie
Fotografie, Spiel und Experiment

Berufspraxis:
Social Media
Betriebswirtschaftliche Grundlagen
Portfolio Review
Galerienrundgang
Kaschierung
Bildredaktion
Self-Publishing
Geschichte des Fotobuchs

Die Neue Schule für Fotografie bietet seit dem Wintersemester 2020/21 den Schwerpunkt „Umweltfotografie“ an. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich mit dem Bewegtbild zu befassen.

Abschlussarbeit

Ab dem 4. Semester konzentrieren sich die Studierenden auf ein selbst gewähltes Projekt und eine theoretische Arbeit, um ihre eigenständige fotografische Position zu finden und zu definieren. Sie werden dabei individuell von einem/einer Fachdozent*in ihrer Wahl betreut. In themenbezogenen Wahlmodulen vertiefen sie die inhaltliche Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit und den Projekten ihrer Kommiliton*innen. Sie beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellungen der visuellen Kultur sowie den ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen des Kunst- und Bildermarkts. In der Erprobung selbstständiger, konzeptgeleiteter Arbeitsprozesse gewinnen die Studierenden an Sicherheit für ihre anschließende professionelle Tätigkeit als Fotograf*innen.

Im Bereich Berufspraxis organisieren wir Workshops und Seminare mit führenden Berliner Persönlichkeiten – darunter Viktoria Binschtok (Fotokünstlerin), Gabriele Worgitzki (Kaschierung Berlin), Michael Dooney (Galerist), Dr. Christiane Stahl (Alfred Ehrhardt Stiftung), Felix Hoffmann (C/O Berlin) und Michael Biedowicz (Zeit Magazin), Theoretiker*innen, Techniker*innen, Büchermacher*innen, Rechtsanwält*innen und freiberuflichen Fotograf*innen –, die den Studierenden den Umgang mit praktischen Fragen in ihrer jeweiligen Branche näher bringen, von Budgetkalkulationen über Steuer- und Urheberrecht und Bildredaktion bis hin zur Erstellung von Fotobüchern und Montage von Bildern.

Am Ende des 6. Semesters findet eine Evaluierung der Projekte und Arbeiten statt, um zu entscheiden, welche Studierenden bereit sind, ihre Werke auszustellen.


Foto: Ben Chislett

7. Semester und Abschlussausstellung

Ihr Fotografiestudium schließen Sie zum Ende des 7. Semesters mit einer eigenständigen praktischen Arbeit ab, die zusammen mit den anderen Arbeiten der Abschlussklasse in einer Ausstellung in der Galerie der Neuen Schule für Fotografie gezeigt und von einer Publikation begleitet wird. Das Ergebnis der Prüfung wird in einem Zertifikat dokumentiert, welches bei der Finissage überreicht wird.

Die Ausstellungen der Abschlussklassen finden Sie hier auf einer eigenen Seite versammelt.

 

Fotos: Neue Schule für Fotografie, Corinna Christa Hengelein, Ben Chislett

Fotos: Max Sprott

Aussichten

Preise, Ausstellungen und Anerkennung unserer aktuellen und ehemaligen Studierenden, finden Sie hier.

Wie bewerbe ich mich und wie viel kostet das Studium?

Hier geht es weiter zur Bewerbung und Studiengebühren.

Das Sommersemester 2021 beginnt am 22. Februar und endet am 22. August 2021. Bewerbungsschluss für das Sommersemester 2021 ist der 22. November 2020.

Unser nächster Tag der offenen Tür findet im November 2020 statt. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich einen Einblick in die Schule und unser Studienangebot zu verschaffen und ein Mappengespräch zu buchen.


Foto: Tina Wessel

Kachelbild: Chiara Pavolucci