Ausstellungen

In den Galerieräumen der Neuen Schule für Fotografie finden regelmäßig Ausstellungen von Studierenden, Dozierenden und externen Fotografinnen und Fotografen statt.

Die Ausstellungen der Abschlussklassen sind auf einer eigenen Seite versammelt.

 

2016

Foto: Nelle Renberg Andersen

AUS#GRENZEN

in Kooperation mit Amnesty International und glokal e.V.

7. – 17. Dezember 2016

mit Arbeiten von Melanie Bohn, Nelle Renberg Andersen, Martin Scholz und Ekaterina Sevrouk

Eröffnung: Dienstag, 6. Dezember 2016 um 19 Uhr

Gezeigt werden vier fotografische Positionen von Studierenden der Neuen Schule für Fotografie, die sich mit dem Thema „Rassistische Gewalt“ auf unterschiedliche Weise auseinandersetzen.

Amnesty International ist bereits zum dritten Mal Gast in der Galerie der Neuen Schule für Fotografie, um zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember den alljährlichen 24-Stunden-Briefmarathon gegen Folter und Gewalt durchzuführen. Außerdem finden während der gesamten Ausstellungsdauer täglich Abendveranstaltungen statt. Das vollständige Programm finden Sie unter www.amnesty-bb.de/aktionsraum.

Im Rahmen der Eröffnung am 6. Dezember gibt es ein kleines Podiums- gespräch mit den Initiatoren der Ausstellung. Am Samstag, den 10. Dezember, um 14 Uhr findet eine Führung durch die Ausstellung statt.

Die Ausstellung ist vom 7.-17. Dezember täglich ab 13 Uhr geöffnet.

    

 

Melanie Bohn, aus der Serie „3. Oktober Dresden“, 2016

Tödliche Realität? Die Welle nationalen Überschwalls trägt zu rassistisch motivierten Taten bei. Durch das hohe Aufkommen von nationalem Populismus wird die Gewaltbereitschaft gegen das so genannte “Fremde“ leider viel zu oft verharmlost. Ist es nicht deutlich zu erkennen, dass diese Form des Rassismus in Deutschland stattfindet bzw. ein Teil unserer Geschichte ist? Aufgrund dieser gesellschaftlichen Zusammenhänge konnte rassistische Gewalt – wie die Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ – seitens der Täter legitimiert werden. (M. B.)

 

Nelle Renberg Andersen, aus der Serie „From a distance“, 2016

Die Bilder dieser Fotoserie stammen vom Flüchtlingscamp in Calais, bekannt unter dem Namen „The Jungle“, vor der Räumung im Oktober 2016. Meistens werden Flüchtlinge den hier lebenden Europäern durch die Medien vermittelt – aus der Distanz. Die Migranten aus Calais werden oft als „Schwarm“ gewaltbereiter, armer Migranten porträtiert, die Europa bedrohen.

Sensation und Drama verkaufen sich eben besser und erhöhen die Präsenz in den sozialen Medien. Es ist einfach geworden, eine rassistisch geprägte Nachricht zu teilen – ohne es überhaupt zu merken. Die Angst und Entmenschlichung von Flüchtlingen kann durch die Veröffentlichungen in den Medien verstärkt werden und einen rassistischen Diskurs auslösen. Als Fotografin bin ich Teil dieser Mechanismen. Rassismus wächst, wenn das Verständnis und die Identifikation mit anderen Menschen nicht mehr gegeben ist. Wenn Leute als eine Gruppe von „Anderen“ ausgeschlossen werden und wir nicht bereit sind, ihren Geschichten zuzuhören, wie können wir dann Grenzen aufbrechen? (N. R. A.)

 

Ekaterina Sevrouk, aus der Serie „Fremd bin ich eingezogen“, 2016

Ekaterina Sevrouk zeigt dunkelhäutige Menschen, gestrandet in der „idealen Landschaft“ des österreichischen Salzkammerguts. Es entstehen poetische Arbeiten, die sowohl Schönheit als auch Einsamkeit ausstrahlen und an Bilder der Romantik erinnern. Der namensgebende Titel des Projektes stammt aus dem Liederzyklus von Franz Schuberts „Winterreise“ aus dem Jahr 1824.
Durch die biografische Nähe zum Thema Migration ist es mir ein besonderes Anliegen, mich mit den Unterschieden des negativ konnotierten (Aus)Wanderns und des positiven Spannungsverhältnisses von europäischer Geschichte und Ästhetik der Landschafts- und Porträtfotografie zu befassen, aufs Neue zu befragen und zu visualisieren.
Die hier vorgestellten Arbeiten haben ihren Ursprung in den Landschaften des Salzkammerguts, die ich gemeinsam mit Flüchtlingen aus Nigeria, Togo, Mali usw. bei zahlreichen Ausflügen erkundete. (E.S.)

 


Martin Scholz, aus der Serie „Hervorgerufen“, 2016

In der fotografischen Arbeit „Hervorgerufen“ zeigt Martin Scholz anhand zeitgenössischer und überlieferter Bild- und Wortmaterialien den starken Einfluss und die suggestive Kraft, die tradierte Vorstellungsbilder auf unsere Wahrnehmung ausüben. Die Motive für seine Aufnahmen hat er in seinem alltäglichen Umfeld gefunden.

Betrachten ist stets ein assoziatives Zusammenspiel, das nicht wertfrei ist, sondern unterschiedliche Deutungsspielräume für sich beansprucht. Ich sehe und denke zugleich über das, was ich sehe, im Rahmen meines Erfahrungshintergrunds nach. Dabei werden Gruppen definiert, Identitäten und Persönlichkeiten gedeutet, Menschen verklärt und manchmal auch verfremdet. Dieser Vorgang ist unter anderem ein Bestandteil meiner Sozialisation, deutet aber auf eine Störung hin, die eine gleichwertige Begegnung mit Menschen,deren Identität mit eigenen Vorstellungsbildern kognitiv belegt werden, erschwert. Diese Störung wird entweder temporär oder überhaupt nicht wahrgenommen, sie erscheint wie ein blinder Fleck. Dabei stößt mein Bewusstsein immer wieder an die Grenzen, die ein reflektiertes Denken erst ermöglichen. (M.S.)

Impressionen vom Eröffnungsabend:

 

Fotos: Ute Lindner

2017

Foto: Julian Slagman

TEMPORAIRPORT –
Berliner Flugfelder im Wandel

kuratiert von Eva Bertram

11. Februar – 12. März 2017

Magdalena Franke, Carsten Horn, Jan Jeon, Tobias Klatt, Gunnar Krüger, Anton Roland Laub, Heiko Lutter, Melina Papageorgiou, Marlene Pfau, Tabea Przybilla, Julian Slagman, Jo Ann Stuhr, Nathalie Wachotsch, Michael Wick

Tegel, Tempelhof, Schönefeld –
Wandlung, Umnutzung, Provisorium,
Aussicht, Versprechen, Verheißung…

In der Ausstellung TEMPORAIRPORT zeigen Studierende und Absolventen der NEUEN SCHULE FÜR FOTOGRAFIE Fotoarbeiten, die im Rahmen eines Semesterprojektes zwischen 2013 und 2016 in vier Grund- und Fachklassen entstanden und im Anschluss zum Teil eigenständig weiterentwickelt wurden. Flankiert wird die Ausstellung von einem Auszug des Langzeitprojekts „Das schafft ihr nicht in vierzehn Tagen“ von Jan Jeon, der 2010 seinen Abschluss an der Fotoschule machte. Die ausgestellten Arbeiten beschäftigen sich mit den Flugfeldern Berlins auf vielfältige Weise und fokussieren selbstgewählte Teilaspekte sowie exemplarische Charakteristika in der Erscheinung und Funktionalität der dort vorgefundenen Situation und Architektur. Die Auseinandersetzung mit der aktuellen, der ehemaligen als auch der geplanten Nutzung stand dabei ebenso im Mittelpunkt der Recherche wie das Ausloten möglicher bildsprachlicher Strategien – zum Teil unter Einbeziehung historischen Bildmaterials. Während Berlin-TXL sich planmäßig bereits in Abwicklung hätte befinden sollen, läuft der Flugbetrieb weiter auf Hochtouren und die Eröffnung des neuen Flughafens BER verschiebt sich zum sechsten Mal. Dagegen befindet sich Tempelhof in ständig wechselnden Nutzungsformen und ist im permanenten Wandel begriffen. Dem Zustand der Transformation kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu. Umnutzung und provisorische Zustände verstellen den Blick auf die ursprüngliche Vision der Planung. Die Flugfelder sind umgeben von Geschichten aus Pleiten, Pech und Pannen, aber auch von Verheißungen und Versprechen.

2016

Max Pinckers, Belgien: „Two Kinds of Memory and Memory itself“

Leica Oskar Barnack Award 2016

Vom 29. September bis zum 23. Oktober

Die Ausstellung zeigt Bilder der zwölf Finalisten des 36. internationalen und traditionsreichen Fotowettbewerbs der Leica Camera AG. Eine hochkarätige und international besetzte Jury ermittelt jährlich die Preisträger in den beiden Kategorien Leica Oskar Barnack Award und Leica Oskar Barnack Award Newcomer in einem Auswahlverfahren. Die Jury achtet dabei auf die treffsichere Beobachtungsgabe der Fotografen, die in ihren geschlossenen Bildserien von bis zu zwölf Aufnahmen die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt auf anschauliche Weise zum Ausdruck bringen. Zu den Gewinnern der vergangenen Jahre zählen unter anderem Martin Kollar (2014), Mikhael Subotzky (2009), Dominic Nahr (2009), Jane Evelyn Atwood (1997) sowie Sebastiao Salgado (1985 und 1992). Mit Preisen im Gesamtwert von rund 80.000 € gehört der Leica Oskar Barnack Award zu den hochdotiertesten Fotowettbewerben der Branche.

Zur Jury des Leica Oskar Barnack Award gehören in diesem Jahr: Chris Boot, Lorenza Bravetta, JH Engström, Christine Ollie und Karin Rehn-Kaufmann

Im Rahmen des EMOP Berlin (European Month of Photography) präsentiert die Leica Camera AG die Bildserien der zwölf Finalisten des renommierten Leica Oskar Barnack Awards in den Galerieräumen der Neuen Schule für Fotografie. Der EMOP Berlin ist eine Veranstaltung der Kulturprojekte Berlin in Kooperation mit Berliner Museen, Kulturinstituten und Galerien.

 

Foto: Juan Pablo Bellandi, „Chasing HAMPA“

Juan Pablo Bellandi, Venezuela: „Chasing HAMPA“
Venezuela versinkt im Chaos. Die Hauptstadt Caracas hat die höchste Mordrate weltweit. Für die Bewohner des Landes sind Kriminalität, Gewalt und Mord trauriger Alltag geworden. Zehn Monate lang hat Juan Pablo Bellandi die Polizei in seiner Heimatstadt Mérida bei ihren lebensgefährlichen Einsätzen begleitet.

 

Foto: Fulvio Bugani, „»Soul« y Sombras“

Fulvio Bugani, Italien: „»Soul« y Sombras“
„Soul“ y Sombras – Seele und Schatten. Der Titel der Serie des italienischen Fotografen Fulvio Bugani mag düster klingen, doch seine Bilder zeigen das Gegenteil: kräftige Farben, kräftiges Licht und entsprechende Schatten natürlich auch – Bilder so kontrastreich wie die kubanische Seele, nach der er gesucht hat.

 

Foto: Scarlett Coten, „Mectoub“

Scarlett Coten, Frankreich: „Mectoub“
Die französische Fotografin Scarlett Coten befragt in „Mectoub“ Rollen- und Männlichkeitsbilder in der arabischen Welt. Ihre Porträts lenken den Blick auf die Brüche zwischen gesellschaftlicher Konformität und individueller Sehnsucht.

 

Foto: William Daniels, „C.A.R.“

William Daniels, Frankreich: „C.A.R.“
Seit dem Sturz von Präsident François Bozizé am 24. März 2013 durch die Rebellenallianz Séléka aus dem Norden des Landes versinkt die Zentralafrikanische Republik (ZAR) in einem Strudel der Gewalt. Was als Putsch gegen die Regierung begonnen hatte, eskalierte zu einem blutigen Konflikt zwischen Christen und Muslimen. Opfer der Gewalt ist vor allem die Zivilbevölkerung. William Daniels hat das von den Medien oft vergessene Land bereist.

 

  
Fotos: Vincent Delbrouck, „New Paintings“

Vincent Delbrouck, Belgien: „New Paintings“
Der belgische Fotograf Vincent Delbrouck versteht sich nicht als Teil der fotojournalistischen Traditionen: Seine Bildarchive sind als intuitiver Ausdruck seiner Subjektivität über die Momentaufnahme hinausgehende „überzeitliche, organische Zeugnisse eines Prozesses“.

 

Foto: Guillaume Herbaut, „Ukraine: Maidan to Donbass“

Guillaume Herbaut, Frankreich: „Ukraine: Maidan to Donbass“
Zwischen 2014 und 2016 verfolgte Guillaume Herbaut die Auseinandersetzungen in der Ukraine, ein Land, das er seit 15 Jahren bereist. Sein mosaikartiger Bilderzyklus zeigt das marode Innenleben eines Staates und dessen Konstitution zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

 

Foto: Max Pinckers, „Two Kinds of Memory and Memory itself“

Max Pinckers, Belgien: „Two Kinds of Memory and Memory itself“
Der Fotograf Max Pinckers behandelt in seiner Serie „Two Kinds of Memory and Memory Itself“ Vorstellungen, Klischees und Stereotype über Japan. Während eines zweimonatigen Aufenthalts in der Präfektur Saitama nördlich von Tokio hat er seine Aufnahmen kunstvoll auf konzeptuelle Art inszeniert. Die Arbeit begreift er als Untersuchung darüber, wie die Assoziationen aus westlichen Kulturkreisen über das Land der aufgehenden Sonne tradiert werden.

 

Foto: Stéphane Lavoué, „The North East Kingdom“

Stéphane Lavoué, Frankreich: „The North East Kingdom“
Im nordöstlichen Winkel des US-Bundesstaates Vermont, an der Grenze zu Kanada, liegt ein ganz besonderes Königreich. Die herbe landschaftliche Schönheit, aber vor allem die Bewohner des North East Kingdom sind das Thema der in vielen Jahren entstandenen Serie des französischen Fotografen. Derzeit ist er nur schwer zu erreichen, denn er ist wieder unterwegs.

 

Foto: Giulio Piscitelli, „Informal facilities in the Jungle“

Giulio Piscitelli, Italien: „Informal facilities in the Jungle“
In seiner Serie „Informal Facilities in the Jungle“ widmet sich der italienische Fotograf Giulio Piscitelli den gesellschaftlichen Veränderungen im größten Flüchtlingslager in Europa. Eine architektonische Studie als Metapher für die Transformation einer der größten Krisen der letzten Jahre.

 

  
Fotos: Clémentine Schneidermann, „The Unbearable, the Sadness and the Rest“

Clémentine Schneidermann, Frankreich: „The Unbearable, the Sadness and the Rest“
Vor knapp einem Jahr zog die in Paris geborene Fotografin nach Abertillery in Südwales. Sie hatte bereits ihr Studium in Newport abgeschlossen und begann im Rahmen eines Residenzprogramms sich intensiver mit der Lebenssituation in der Region zu beschäftigen. Landschaftlich zwar ungemein reizvoll, belasten die Gegend jedoch enorme wirtschaftliche und soziale Probleme. Nach dem Ende des Kohlebergbaus stecken die Gemeinden der South Wales Valleys in einer postindustriellen Krise. Die hier vorgestellte Serie verbindet in sehr ungewöhnlicher Weise die Stilmittel von Dokumentar-, Porträt- und Modefotografie.

 

Foto: Sadegh Souri, „Waiting Girls“

Sadegh Souri, Iran: „Waiting Girls“
Sie sind weiblich, neun Jahre alt und bereits strafmündig – im Iran. Auf Mord, bewaffneten Raubüberfall und Drogenhandel steht dort die Todesstrafe durch Erhängen, vollstreckbar mit Eintritt der Volljährigkeit. Die Wartezeit verbringen die Mädchen in Gefängnissen und Besserungsanstalten. In „Waiting Girls“ zeigt der iranische Fotograf Sadegh Souri diese überaus befremdliche Vorgehensweise des Islamischen Strafrechts.

 

Foto: Esther Teichmann, „Mondschwimmen“

Esther Teichmann, Deutschland: „Mondschwimmen“
Eine sinnliche Reflexion über Heimweh und Verlust: Mit ihrem Zyklus „Mondschwimmen“ führt Esther Teichmann den Betrachter in eine melancholische Traumwelt, komponiert aus autobiografischen und fiktionalen Elementen.

2016

Foto: Ute Lindner

reality.check – Perspektiven #2

mit Arbeiten von Susanne Friedel, Ismini Goula, Joe Kake, Ezgi Polat und Marjola Rukaj

kuratiert von Eva Maria Ocherbauer

19. März bis 17. April 2016

Gezeigt wurden fünf unterschiedliche fotografische Positionen von Ehemaligen unserer Schule, die durch eigenständige Positionen auf sich aufmerksam gemacht haben. Dies ist die zweite Ausstellung unserer Perspektiven-Reihe, die frühere Absolventinnen und Absolventen mit einer Präsentation ihrer aktuellen Arbeiten in unseren Galerieräumen auszeichnet. Kuratiert wurde die Ausstellung von Eva Maria Ocherbauer, Dozentin an der Neuen Schule für Fotografie.

2016

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Foto: Ekaterina Sevrouk

In Between

mit Arbeiten der Studierenden Gunnar Krüger, Melina Papageorgiou, Loris M. G. Rizzo, Ekaterina Sevrouk und Julian Slagman

kuratiert von Eva Bertram

30. Januar – 6. März 2016

Zum Anfang des Jahres haben wir fünf studentische Positionen aus unterschiedlichen Klassen gezeigt – Studierende vom 2. Semester bis zur Abschlussklasse sowie der International Class sind vertreten.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Eva Bertram, Dozentin an der Neuen Schule für Fotografie.

2015

Foto: Ute Lindner; Arbeiten von Loredana Nemes, Thomas Florschütz, Silke Helmerdig

Es könnte so gewesen sein

Mit Thomas Florschuetz, Silke Helmerdig, John Hilliard, Bertram Kober, Ute Lindner, Loredana Nemes

20. – 29. November 2015

Parallel zum Symposium, das den von Roland Barthes entlehnten Titel „Es könnte so gewesen sein“ trägt, fand die gleichnamige Ausstellung in der Galerie der Neuen Schule für Fotografie statt.

Foto: Ute Lindner; Arbeiten von Ute Lindner, John Hilliard

2015


Foto: Stefanie Schmid Rincon

Berlin Mexico 2014

17. Januar – 8. März 2015

Ein fotografischer Austausch zwischen der Academia de Artes Visuales in Mexiko-Stadt und der Neuen Schule für Fotografie Berlin

mit Daniel Büche & Lena Giovanazzi, Juan Pablo de la Vega, Linus Dessecker, Paulina Figueroa, Humberto López Sánchez, Fadrique Olivares, Stefanie Schmid Rincon und Daniela Rivas Arenas

Die Ausstellung zeigte die Ergebnisse eines deutsch-mexikanischen Austauschs von Fotografinnen und Fotografen aus beiden Ländern, die sich 2014 gegenseitig besucht haben, um die jeweils andere Kultur und Fotoszene kennenzulernen. Künstlerisch geleitet wurde das Projekt von Marc Volk und Beatriz Diaz.
Im Anschluss an die Ausstellung in Berlin wurden die Fotografien in Mexiko-Stadt gezeigt.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog (60 Seiten, 8 €).

Foto: Ute Lindner; Arbeiten von Linus Dessecker, v.l.n.r.: Marc Volk, Daniel Büche, Lena Giovanazzi, Linus Dessecker, Humberto López Sánchez

2014

Foto: Marc Wellmann

MehrWert

Modefotografie – der andere Blick

Kuratiert von Prof. Manfred Schmalriede

11. Juli – 14. September 2014

Arbeiten von Studierenden und Ehemaligen der Neuen Schule für Fotografie

Mit Arbeiten von Linus Dessecker, Jenny Fitz, Maja Gottschalk, Johanna Henning, Dirk Hoffmann, Matea Hoffmann, Joe Kake, Alexander Klang, Chantal Koppenhöfer, Anton Mircea Laub, Zorana Musikic, Ronja J. Naumann, Kichun Park, Stefanie Schmid Rincon, Julian Slagman, Sophie-Teresa Weicken, Marc Wellmann

Parallel zur Fashion Week zeigt die Galerie der Neuen Schule für Fotografie Berlin Fotoarbeiten von Studierenden sowie ehemaligen AbsolventInnen, die einen etwas anderen Blick auf Mode zeigen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und inwiefern Modefotografie über ihren Zweck, Kleidung zu bewerben, hinausgeht. Ob experimentell, angewandt, kritisch oder satirisch – die gezeigten Arbeiten loten diesen Spielraum auf vielfältige Weise aus.

Foto: Ute Lindner; Eröffnungsrede von Prof. Manfred Schmalriede

2014

Foto: Ute Lindner; Arbeiten von Kichun Park

FEAST

Kuratiert von Eva Maria Ocherbauer

21. Juni – 6. Juli 2014

Eine Ausstellung von Studierenden und Ehemaligen der Neuen Schule für Fotografie zum Thema Party.

2014

Foto: Jakob Wierzba

Perspektiven #1

Aktuelle Arbeiten von Patrik Budenz, Jakob Wierzba und Tobias Wirth

Kuratiert von Eva Bertram

17. Mai – 15. Juni 2014

In der Ausstellungsreihe »Perspektiven« zeigen ehemalige Absolventen, die sich durch ihre Arbeit ausgezeichnet haben, aktuellen Arbeiten ihres fotografischen Schaffens.

Der Berliner Fotograf Patrik Budenz hat seine Ausbildung 2009 bei Eva Bertram und Marc Volk abgeschlossen. Seine Reportagen und Porträts gewannen mehrere Wettbewerbe und wurden bereits in zwei Bildbänden publiziert. Sein drittes Buch über die thailändische Nationalsportart Muay Thai, bekannt als Thaiboxen, ist in Arbeit.

Patrik Budenz, „Fifteen minutes“, 2013

Tobias Wirth hat sich seit seinem Abschluss 2010 bei Eva Bertram einen beachtlichen Ruf als international tätiger Modefotograf erarbeitet. Seine Fotografien changieren zwischen Porträt und Modeaufnahme, sind kraftvoll, sinnlich und kompositorisch durchdacht.


Tobias Wirth, „Hybrid“, Publikation: Loved/Found Magazine

Jakob Wierzba, ebenfalls 2010 Absolvent von Eva Bertram, beschäftigt sich mit den apparativen Möglichkeiten des fotografischen Bildes. In einer interaktiven Installation in den Räumen der Neuen Schule für Fotografie und im angrenzenden öffentlichen Raum lädt er zu einem Spiel ein, das die Wirkmechanismen der omnipräsenten Überwachung hautnah erfahrbar macht.

2014

Foto: Jan Mammey, „Ohne Titel“, aus der Serie „Eldorado“, 2006

Die Poesie des Funktionalen

Nominierte fotografische Arbeiten des 5. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbs

8. Februar bis 30. März 2014

Mit Arbeiten von Ulf Beck, Anja Bohnhof, Julius Brauckmann, Maaike Gottschal / Miriam Rohde / Sara ten Westenend, Felix Dobbert, Moritz Frei, Kirill Golovchenko, Uta Hennemeier, Margret Hoppe, Martin Kess, Isabel Kiesewetter, Carmen Kirchhain, Stefan Koch, Annina Lingens, Jan Mammey, Alf Maron, Anna-Lena Michel, Dirk Müggenburg, Nina Roeder, Gregor Sailer, Ralph Schulz, Hayahisa Tomiyasu, Lena Wessel und Ongiong Yi / Unkyung Lee.

Foto: Bertram Kober

In Kooperation mit dem Kunstverein VILLA ARTE e.V. präsentiert die Neue Schule für Fotografie 24 fotografische Positionen, die aus über 100 Einreichungen in die Fotografie-Endrunde des Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbs 2013 gewählt wurden.

Diese stehen unter dem großen Thema Poesie und Funktionalität der Bauhauskünstlerin Marianne Brandt (1883-1983) und untersuchen gegenwärtige künstlerische wie gestalterische Positionen.
Der Hauptpreis des 5. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbes ging an Jan Mammey (Leipzig), der in seiner Arbeit „Eldorado“ obsolete Maschinenteile in einem neuen, fiktiven und digitalen Kontext präsentiert und sie damit zur Skulptur erklärt. Die Arbeiten von Lena Wessel (Berlin) und Nina Röder (Weimar) erhielten jeweils einen Anerkennungspreis. Lena Wessel, Absolventin der Neuen Schule für Fotografie, beschäftigt sich in ihrer Arbeit „stranger“ mit dem Verhältnis von Individuum und Objekt im natürlichen Raum. Die Arbeit „Determinism is the friend not the foe“ von Nina Röder zeigt künstliche Räume, in denen alltägliche Handlungsspielräume  ausgelotet werden.

Zum Wettbewerb erschien ein Katalog, der in der Ausstellung käuflich erworben werden kann.

Foto: Bertram Kober

2013

Marjola Rukaj, aus: Limbus, 2012/2013

So gesehen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Freien Klasse 2012/2013 von Eva Bertram präsentieren den Stand ihrer Langzeitprojekte.

Mit Arbeiten von Jenny Fitz, Alex Giegold, Marjola Rukaj, Cina F. Sommerfeld und Markus Ulrich

8. Dezember 2013 – 2. Februar 2014

Unter der Leitung von Eva Bertram, Dozentin der Neuen Schule für Fotografie und Vertreterin einer narrativen subjektiven Fotografie, arbeiteten sieben Fotograf*innen über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren in regelmäßigem Austausch an persönlichen, selbst gewählten Fotoprojekten. Das Motto „augenfällig unscheinbar“ (Über das Naheliegende, das so leicht übersehen wird), unter dem Eva Bertram bereits in den Jahren zuvor Seminare leitete, diente den Teilnehmer*innen als offenes Bezugsfeld. Die Arbeiten sind nicht alle abgeschlossen, vielmehr handelt es sich in allen Fällen um Langzeitprojekte, die den grundlegenden fotografischen Themen und Fragestellungen der einzelnen Teilnehmer*innen entsprechen.

Ausstellungsansicht: Alex Giegold

2013

Frisch Gestrichen

Eine Kooperation der Neuen Schule für Fotografie und der Mediadesign Hochschule

19. Juli – 4. August 2013

Teilnehmer*innen: Meryem Bektas, Geraldina Brito, Tomke Bruns, Christophe Egger, Jana Evers, Carmen Faust, Julius Jacobi, Carolin Jentsch, Alexander Meyer, Yasemen Özkaynak, Anne-Kathrin Reiche, Karina Rucci, Marina Schwan, Max-Philip Stippel, Huong Tran Thi, Benjamin Visinand, Magdalena Vögele, Katharina Waitz und Marc Wellmann.

„Frisch gestrichen“ ist eine Kollektion, die körperferne, drapierte Schnitte mit Acryl-Farbspuren auf Stoff  kombiniert. Die Acrylfarbe wurde von den Modedesignern – frisch gestrichen – direkt mit der Hand oder der Farbrolle auf die zugeschnittenen Stoffteile aufgetragen. Der Farbauftrag macht jedes Kleidungsstück zu einem Unikat und die gesamte Kollektion einzigartig.

Der Schaffensprozess wurde von Anfang an von allen Studierenden – Modedesignern und Fotografen – gemeinsam erlebt, diskutiert und dokumentiert. So ist eine Ausstellung entstanden, die nicht nur die komplette Kollektion aus über 40 Einzelstücken zeigt, sondern auch den Herstellungsprozess sowie die Modedesigner*innen abbildet, die Transformation der Kleidungsstücke durch ein Modeshooting darstellt sowie freie fotografische Arbeiten über die entstandene Kollektion beinhaltet.

Foto: Jana Evers

Foto: Jana Evers

2013

Vintage

Dozentinnen und Dozenten der Neuen Schule für Fotografie zeigen Arbeiten aus ihrer Studienzeit: Eva Bertram, Bertram Kober, Bodo Müller, Eva Maria Ocherbauer, Eckart Pscheidl-Jeschke, Arne Reinhardt, Manfred Schmalriede und Marc Volk.

15. Juni – 14. Juli 2013

Auch Dozenten haben einmal angefangen… und zeigen in der aktuellen Ausstellung Arbeiten aus ihrer Studienzeit. Die Bilder, die zwischen 1961 und 2006 entstanden sind, geben nicht nur einen Einblick in die frühen Interessen der einzelnen Dozentinnen und Dozenten, sondern sind auch vom Geist ihrer Zeit geprägt: Es lassen sich Einflüsse von Fotografen, Künstlern und Philosophen erkennen, die in den letzten fünf Jahrzehnten Studierende der Fotografie beeinflußt haben.

Die präsentierten Arbeiten sind größtenteils Originale, versehen mit der Patina von mehreren Jahrzehnten Lagerung. Unterschiedliche Grade der Ausfertigung – von der experimentiellen Skizze bis zur Vordiplomarbeit – zeigen eine ganze Bandbreite von Ergebnissen, die das intensive Studium der Fotografie hervorbringen kann.

2013

  Foto: Janine Fritsch; Sarah Kralisch

Rotkäppchen

Ausgewählte Arbeiten von Studierenden und Ehemaligen der Neuen Schule für Fotografie Berlin, kuratiert von Marc Volk.

27. April – 2. Juni 2013

Mit Arbeiten von Anna-Maria Baur, Jana Evers, Jenny Fitz, Janine Fritsch, Alex Giegold, Angelika Greiner, Michelle Gornick, Sarah Kralisch, Malte Kübel, Benjamin Kummer, Christine Kusche, Tomasz Makolski, Glenda Moor, Zorana Musikic, Maria Jauregui Ponte, Stefanie Schmid Rincon, Marjola Rukaj, Linda Rosa Saal und Meike Sieveking.

In der Ausstellung präsentiert Marc Volk ausgewählte Ergebnisse der Unterrichtsaufgabe „Rotkäppchen“ an der Neuen Schule für Fotografie. Die 19 Studierenden interpretieren in kleinen fotografischen Erzählungen das berühmte Grimm-Märchen in fotografisch und künstlerisch anspruchsvoller Weise. Sie setzen sich dabei mit Themen auseinander, die das Erwachsenwerden einer jungen Frau begleiten. Die narrativen Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit der Entdeckung der eigenen Sexualität, der Wahrnehmung von Selbst- und Fremdbestimmtheit, der Konfrontation mit dem Bösen, dem Verlorengehen und Sichwiederfinden – kurz: mit der stets aktuellen Frage nach „dem rechten Weg“.

2013

Foto: Sebastian Wurm

Just Fashion?

Ergebnisse eines Workshops mit Just Loomis

Mit Arbeiten von Sylvie Gagelmann, Sylvia Grom, Joe Kake, Zorana Musikic, Guido Rottmann, Patrick Voigt und Sebastian Wurm

10. Februar – 3. März 2013

Die Ausstellung zeigt Ergebnisse des Workshops „Finding Your Subject: The Fine Art Portrait vs. The Fashion Portrait“, der im April 2012 an der Neuen Schule für Fotografie stattgefunden hat. Unter der Leitung von Just Loomis, ehemaliger Assistent und Freund von Helmut Newton, arbeiteten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen fünf Tage lang an einer eigenen Portrait- oder Modestrecke. Die Shootings wurden professionell vorbereitet, Locations gesucht, Models ausgewählt, die Ideen mit Mode-, Hair- und Make-Up-Stylisten besprochen und an zwei Tagen produziert. Nicht zuletzt ging es in dem Workshop auch darum, die eigene Motivation herauszufinden: Was ist mein eigenes Thema, und wie inszeniere ich es richtig vor der Kamera? Für das Shooting standen Models, Hair & Make up Artists, sowie eine Kollektion von „Neppl – Surgery to wear“  zur Verfügung.


Joe Kake, I´ll be your girl, 2012

2012


Photo: Edit Billinger

Crossing Compasses

Ein fotografisches Austauschprojekt zwischen dem Yaba College of Technology, Lagos und der Neuen Schule für Fotografie, Berlin.

Nach dem erfolgreichen Austauschprojekt „Watching You Watching Me“, das die Neue Schule für Fotografie 2010 in Kooperation mit der D.E.S.T.A. for Afrika in Addis Ababa durchführte, hat die Dozentin Eva Maria Ocherbauer im Jahr 2012 ein neues Austauschprojekt mit dem Yaba College of Technology in Lagos, Nigeria initiiert.

Jeweils sechs Studierende von jeder Schule bekamen die Möglichkeit, das „fremde“ Land kennenzulernen, mit Hilfe der Kamera zu erfassen und damit auch zu entmythifizieren. Das Ziel von Crossing Compasses war, althergebrachte Vorurteile abzubauen und Sichtweisen zu ändern, indem Charakteristiken des jeweiligen fremden Landes, weit von den entfernten Stereotypen, gezeigt wurden. Die interkulturelle künstlerische Zusammenarbeit sollte als bereichernder Prozess aufgefasst werden, der die Möglichkeit bietet, die eigenen kulturellen und künstlerischen Standards zu erkennen und in Frage zu stellen. Die Vielfältigkeit verschiedener Kulturen sollte gefeiert und allgemein gültige Sichtweisen neu bewertet werden.

Während des dreiwöchigen Aufenthalts produzierten alle zwölf Studierenden Bilder, die Themen wie persönliche Identität und kulturellen Wahrnehmung in den Vordergrund stellten. Die Interaktion zwischen den Studierenden wurde besonders gefördert, wobei immer die Frage gestellt wurde, wie unsere persönlichen Hintergründe unsere Realitätswahrnehmung beeinflussen… und die Realität der Anderen.

In der zweiten Phase des Projekts flogen drei Studierende in Begleitung von Eva Maria Ocherbauer nach Lagos, um dort zusammen mit den nigerianischen Partnern unter dem gleichen Motto zu fotografieren. Die Ergebnisse dieses Arbeitsprozesses wurden in einer Ausstellung veröffentlicht, die während des „Lagos Photographie Festivals“ im Goethe-Institut Lagos, und danach als Teil des „Monats der Fotografie“ in der Galerie der Neuen Schule für Fotografie gezeigt wurde.

Dokumentation der Ausstellung in den Räumen des Goethe-Instituts in Lagos
Fotos: Eva Maria Ocherbauer

2012


Fabian Schubert, Die Nebeltage Sind ohne Zweifel Göttern Sogar langweilig, 2012

The Pencil of Nature

Mit Arbeiten von Sascha Bausch, Jan Bechberger, Ulrike Brase, Ben Chislett, Linus Dessecker, Anne-Marie Jeroch, Judith Schenk, Ulrike Lachmann, Laura Muthesius, Yasmin Opielok, Annemarie Scholz, Fabian Schubert, Jennifer Schwartz und Meike Sieveking.
Kuratiert von Thomas Anschütz

7. – 30. September 2012

Die Ausstellung repräsentiert die bildnerischen Ergebnisse eines Seminars mit dem Titel: „Natur und Spiritualität“, das im letzten Jahr von Thomas Anschütz für die beiden Fachklassen der Neuen Schule für Fotografie durchgeführt wurde.

Ziel war es, den Ort zu erkunden, der die Trennungslinie zwischen Mensch und Natur markiert und die Werkzeuge der Fotografie auf diese Zone zu richten, die uns von der Natur trennt. An diesem Ort können sich unsere Gefühle und Sinne in den Formen der Natur wiederspiegeln.

Natur offenbart sich in höchst komplexen Formen. Nähert man sich diesen auf fotografischen Wegen, so muss man sich darüber im Klaren sein, dass der Raum, den die Natur einnimmt, nur noch unvollständig darstellbar ist: Nämlich unter dem Verlust der dritten Dimension – die Welt als Scheibe. Und doch ist es notwendig, einen präzisen räumlichen Abstand einzunehmen gegenüber dem Äußeren der Natur – den Raum zu begreifen, der sich zwischen dem Dargestellten und der Ebene des Films (oder Sensors) befindet.

Diese Interpretation des Raumes erschafft ein Bild, welches sich nunmehr selbst als Gegenstand manifestiert und als Membran zwischen Mensch und Natur die Haltung seines Erzeugers reflektiert.

Text von Thomas Anschütz

  
Meike Sieveking                                            Linus Dessecker, Cosmic Pattern, 2012

2012

Foto: Jennie Schwartz

Traum

Ausgewählte Arbeiten von Studierenden der Neuen Schule für Fotografie. Berlin kuratiert von Eva Maria Ocherbauer

23. Juni – 22. Juli 2012

Was erleben wir als real… wenn wir träumen? Ist der Traum nicht auch eine Form von Realität? Durchleben wir nicht auch während des Träumens Dinge, die in diesem Moment unsere Wirklichkeit darstellen?

Die Fotografie wird gerne als „Wirklichkeit beschreibendes“ Medium wahrgenommen, aber ist nicht jedes fotografische Bild ein Abbild subjektiven Erlebens? Gibt es überhaupt eine allgemeingültige Wahrheit, die anhand von Fotografie dargestellt werden kann?

In der Wissenschaft hängt der Erfolg eines Experiments davon ab, ob im Vorfeld die richtigen Fragen gestellt wurden. Wir haben mit oben genannten Fragen begonnen, uns dem Thema „Traum“ anzunähern, und ausgehend von der Vermutung, dass Fotografie gleichzeitig evident und illusorisch sein kann, dieses Paradox in den Arbeitsprozess einbezogen.

45 Studierende der Neuen Schule für Fotografie zeigen in der von Eva Maria Ocherbauer kuratierten Ausstellung „Traum“ diese Auseinandersetzung, dargestellt in über 90 Bildern.

  Foto: Marjola Rukaj                                       Foto: Ismini Goula

Fotos: Eva Maria Ocherbauer

2012

Foto: Nadine Blanke

Tiere

Arbeiten von den Studierenden der Grund-, Fach- und Abschlussklassen von Eva Bertram und Marc Volk

25. Februar – 25. März 2012

Es gibt viele Möglichkeiten etwas über die Spezies Mensch zu erfahren. Eine besteht darin sich ihr Verhältnis zu den übrigen Bewohnern dieser Erde, den Tieren, genauer anzuschauen:

Tiere treten einzeln oder massenhaft auf. Sie leben fernab, neben oder mit den Menschen. Sie können als Haustier ein Partner, als Parasit ein Feind oder als Kuscheltier ein Spielzeug des Menschen sein. Als Nutztiere versorgen sie die Menschen mit Nahrung, Kleidung, Schmuck und Pflegeprodukten. Die auf Milchpackungen abgebildeten Kühe auf grünen Wiesen suggerieren eine Haltungsform, die kaum noch der Wirklichkeit entspricht. 98% des in Deutschland verzehrten Fleisches kommt aus Massentierhaltung und viele der Zoo- und Zirkustiere existieren fast nicht mehr in freier Wildbahn.

In welchem Verhältnis stehen sich Mensch und Tier gegenüber? Was verbindet uns und was trennt uns? Was erfahren wir über uns, wenn wir Tiere beobachten?

Mit diesen und anderen Fragen haben sich Studierende aus Grund-, Fach- und Abschlussklassen der Neuen Schule für Fotografie Berlin bei Eva Bertram und Marc Volk auseinandergesetzt. Herausgekommen ist eine eindrucksvolle Ausstellung zum Thema „Tier“.

Dokumentation der Ausstellung: Bärbel Möllmann

2012

Dozentenausstellung

Thomas Anschütz, Eva Bertram, Bertram Kober, Bodo Müller, Eva Maria Ocherbauer, Arne Reinhardt und Marc Volk

3. Dezember 2011 – 27. Januar 2012

Die erste Dozentenausstellung an der Neuen Schule für Fotografie Berlin zeigt fotografische Arbeiten der Fach- und Praxisdozenten und -dozentinnen. Sie ist eine Momentaufnahme in der Kontinuität der Lehre und dem Schaffen der Dozentinnen und Dozenten. Ihre gemeinsame Aufgabe ist die Lehre an einer Institution, die nun bald fünf Jahre in der Brunnenstraße in Berlin-Mitte angehenden Fotografinnen und Fotografen ein Studium der Fotografie anbietet.

2011

Laura Muthesius, „Kosmisches Gedenken“, 2011, Injektprint auf Aluminium, 80×120 cm

Wrong Side of Midnight

Ein Projekt von Studierenden der Neuen Schule für Fotografie Berlin
Kuratiert von Eva Maria Ocherbauer

15. Oktober – 27. November 2011

Mit Arbeiten von Edit Billinger, Ismini Goula, Boris Kramaric, Joe Kake, Constanze Kratzsch, Lisa Kunze, Laura Muthesius, Tanja Polz, Maria Jauregui Ponte, Lena Wessel und Nicolai Wolters

Die Ausstellung „Wrong Side of Midnight“ präsentiert Arbeiten von Studierenden aller Semester der Neuen Schule für Fotografie Berlin. In einem langen Prozess konzentrierten diese zusammen mit Eva Maria Ocherbauer ihre Aufmerksamkeit auf jeweils ein Bild. Von der Inszenierung bis zur experimentellen Abstraktion reicht die Spannweite der Ergebnisse. Allen gemeinsam ist die Beschäftigung mit dem Medium der Fotografie und die Frage nach den Möglichkeiten von Wirklichkeitsbeschreibung.

Boris Kramiric, „# 21 12 Kottbusser Tor Nr. 2“, 2011, Pigmentdruck auf MDF, 110×215 cm

2011

Foto: Eckart Pscheidl-Jeschke

Landgang

Ein Projekt von ehemaligen Studierenden der Neuen Schule für Fotografie

10. September – 9. Oktober 2011

Mit Arbeiten von Inessa Dolinskaia, Mercedes Debeyne, Cordula Giese, Lena Guimont, Markus Hahn, Kathrin Holighaus, Ulrike Lachmann, Hermann Loew, Eckart Pscheidl-Jeschke, Judith Schenk und Johanna Wunderlich

Die Ausstellung Landgang präsentiert Arbeiten von elf ehemaligen Studierenden der Neuen Schule für Fotografie Berlin. Einige Absolventen der Abschlussjahrgänge 2008 und 2009 trafen sich auch nach ihrem Studium regelmäßig, um sich gemeinsam mit dem Thema Landschaft und deren Umformung durch den Menschen auseinanderzusetzen. Die gezeigten Fotografien sind Resultat dieser Diskussionen: Das Sujet der Landschaftsfotografie ist so alt wie die Fotografie selbst und wurde dementsprechend oft interpretiert. Die ausstellenden FotografInnen versuchen, dem Genre in ihren dokumentarischen oder künstlerischen Positionen eine zeitgenössische Perspektive hinzuzufügen und laden ein, ebendiese zu finden.

Foto: Markus Hahn

2011

new york city – twentyten

Mit Arbeiten von Sascha Bausch, Ulrike Brase, Ben Chislett, Linus Dessecker, Alexander Fichert, Katharina Heinrich, Constanze Kratzsch, Zorana Musikic, Sarah Sperling, Nadine Talakovics, Moritz Zeller und Charlotte Zellerhoff

Kuratiert von Thomas Anschütz

24. Juni – 23. Juli 2011

Vom 3. bis 10. Oktober 2010 unternahm die Neue Schule für Fotografie unter der Führung der Dozenten Eva Maria Ocherbauer und Thomas Anschütz eine Exkursion in die Welthauptstadt der Fotografie, New York City. Dreizehn Studierende erhielten die Gelegenheit, die Stadt kennenzulernen und ihre fotografischen Brennpunkte zu erkunden.

2010

Fotos: Mercedes Debeyne, Pablo Ruiz Holst

Watching You Watching Me

Cultural And Creative Exchange Through Images

Mit Arbeiten von Ruth Ademasu, Tesfaye Bekele, Terhas Berhe, Mercedes Debeyne, Susanne A. Friedel, Pablo Ruiz Holst, Noad Lemma, Samson Molla, Judith Schenk und Kirill Semkow.

Initiiert und kuratiert von Aida Muluneh und Eva Maria Ocherbauer

6. November – 3. Dezember 2010

Die Ausstellung “Watching You Watching Me” präsentiert die Ergebnisse eines Austauschprojektes zwischen der Fotoschule D.E.S.T.A. for Afrika in Addis Ababa und der Neuen Schule für Fotografie Berlin. Jeweils fünf Studierende bekamen die Möglichkeit, das andere Land kennen zu lernen und dort für drei Wochen an ihren fotografischen Projekten zu arbeiten. Mit Hilfe der Kamera wurden Berührungs-ängste abgebaut, Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen. Die Gegenüberstellung der beiden Kulturen, die Analyse von Unterschieden, Überschneidungen und Gemeinsamkeiten diente als Grundlage für die fotografischen Projekte, die teilweise schon im Vorfeld geplant wurden, teilweise vor Ort (neu) konzipiert wurden. Die entstandenen Arbeiten zeigen das Ergebnis eines nachhaltigen Lernprozesses: ein durchdringender Blick auf Afrika und Europa aus der jeweils anderen Sicht, der weit entfernt von den verbreiteten Klischeevorstellungen einige der Eigenheiten des jeweiligen Landes wiedergibt, aber auch sehr subtil die subjektiven Eindrücke der einzelnen AutorInnen mitschwingen lässt.

Die entstandenen Arbeiten wurden im November 2010 im Rahmen des “Monats für Fotografie Berlin” in der Neuen Schule für Fotografie präsentiert und anschließend während des „International Photography Festivals“ im Dezember 2010 im Goethe Institut in Addis Ababa gezeigt.

Fotos: Eva Maria Ocherbauer

2010

Die Erfindung des Realen 2009

Ergebnisse eines Seminars mit Wolfgang Zurborn

18. Mai – 12. Juni 2010

Fotografien von Marina d’Oro, Oliver Gerhartz, Beate Hoerkens, Christian Kosfeld, Xavier Ribes, Dieter Seitz, Ruth Stoltenberg, Lena Treugut und Martina Zschocke

Die Stadt als lebender Organismus. Walter Ruttmann hat schon 1927 in seinem berühmten Film „Berlin. Die Symphonie einer Großstadt“ eindrucksvoll deutlich gemacht, dass es kein Widerspruch sein muss, das künstlerische Experiment zu suchen und dabei doch ein Dokument seiner Zeit zu schaffen. In rhythmischen Montagen hat er den Puls des modernen Lebens eingefangen. Bilder und Musik verdichten die Energien des Urbanen. Der Gedanke, ein objektives Bild der Welt entwerfen zu können, liegt hier sehr fern. Ist es möglich, mit dem Medium der Fotografie eine ähnlich komplexe Vision zu entwerfen? Eine wichtige Voraussetzung dafür ist es, die immer noch existierende ideologische Kluft aufzuheben zwischen dem dokumentarischen Abbild der Lebensräume mit dem Anspruch auf Objektivität einerseits und einer subjektiven Wahrnehmung unserer Welt andererseits, die sich der Konstruktion von Wirklichkeit bei jeder fotografischen Arbeit bewusst ist.

In dem Seminar „Die Erfindung des Realen“ von Wolfgang Zurborn an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin haben sich die Teilnehmer*innen auf ein Experiment des Sehens eingelassen, auf eine Suche nach fotografischen Bildern, die Ausdruck ihres ganz persönlichen Erlebens der Stadt sind, von ironischer Distanz bis hin zu melancholischer Verschmelzung. In der Addition fügen sich diese Visionen des Urbanen wie ein Puzzle zu einem komplexen Dokument über unsere medial geprägten Städte zusammen. Die Identität der heutigen von Massenmedien durchdrungenen Städte besteht gerade darin, dass sie keine einheitlichen Räume mehr darstellen, sondern aus vielen Teilräumen bestehen, die sich nur für den wachen Betrachter wieder wie in einer Collage verknüpfen.

2010

Hermann Löw

When you read, you see

Mit Arbeiten von: Maria Beate Effertz, Stefanie Grebe, Holger Hertling, Hermann Löw, Judith Schenk, Heike Steinweg, Johanna Wunderlich

4. – 25. September 2010

„When you read, you see“ Dieses Zitat aus dem Essay „Yonder“ (1995) von Siri Hustvedt lieferte den Titel eines Workshops unter der Leitung von Stefanie Grebe an der Neuen Schule für Fotografie 2008/2009. Im Seminar wurde die Verbindung von Literatur und Fotografie analysiert und die Fähigkeit, innere Bilder in Fotografien umzusetzen, geschult. Dabei wählte jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin nach eigenen Vorlieben einen Text und produzierte davon ausgehend eine eigene fotografische Arbeit.

Entstanden sind sehr unterschiedliche Ergebnisse mit vielfältigen Ansätzen, von der reinen Textillustration und assoziativen Werken bis hin zu Bildern, die sich vom Ausgangstext gelöst haben und eigene, innere Bilder der Fotograf*Innen umsetzen. Der Text ist teilweise Bestandteil der Arbeiten, teilweise nur noch über den Titel erkennbar.

Stefanie Grebe

Heike Steinweg

2010

Bärbel Möllmann, „Visions NYC: Brooklyn Bridge“

If I can make it there

Die Fotografinnen Anja Pietsch, Julia Jungfer, Bärbel Möllmann und Kathrin Brunnhofer auf den Spuren des Mythos NYC.

15. August – 29 August 2010

New York ist und bleibt die Stadt der Träume und sicher auch eine der meist fotografierten Städte der Welt. Die Stadt, die niemals schläft, die Stadt der Superlative, die Stadt in der alles möglich zu sein scheint.

Die Fotografinnen Anja Pietsch, Julia Jungfer, Bärbel Möllmann und Kathrin Brunnhofer haben sich aufgemacht, um die Stadt, von der fast jeder bereits ein Bild im Kopf hat, selbst wenn er noch nie da war, auf ihre eigene Art zu entdecken. Anja Pietsch zeigt in A Wistful Glance beyond Life, Liberty and the Pursuit of Happiness die Widersprüchlichkeit des Großstadtlebens, Julia Jungfer wandelt in Blinded by the light auf den Spuren des Lichts und der Architektur. Bärbel Möllmann hat mit Visions NYC verschiedene Menschen nach Ihren Träumen in NYC befragt und ihre Interviewpartner mit der Camera Obscura porträtiert. Aus der Serie entsteht ein verträumtes, aber sehr intensives Portrait der Stadt. Kathrin Brunnhofer hat für Zoo York im New Yorker Zoo in der Bronx fotografiert. Ihre Bilder der lebendigen Dioramen im Vogelhaus sowie die Gorilla-Portraits stehen in direktem Bezug zur Stadt.

Es sind vier ganz unterschiedliche Arbeiten entstanden und doch haben sie eins gemeinsam – die Faszination des Mythos NYC.

Julia Jungfer, „Blinded by the light“

2010

Fotos: Pablo Ruiz Holst, Tobias Wirth

Anscheinend ist ein Verbrechen geschehen…

26. Juni – 30. Juli 2010

Eva Bertram und Marc Volk zeigen Ergebnisse einer Schnellaufgabe, die sie ihren Klassen im Unterricht gestellt haben. Die Studierenden hatten nur 1 bis 2 Stunden Zeit, Bilder zum Thema zu finden, die anschließend gemeinsam gesichtet und ausgewertet wurden. Die Resultate zeigen fotografische Spurensicherungen, fiktive, inszenierte und adaptierte Kurzgeschichten, die die realitätsbildende Funktion von Fotografie dokumentieren, hinterfragen und manchmal auch ironisieren.

Foto: Eckart Pscheidl-Jeschke

2010


Giovanna Schulte-Ontrop, o.T., Herne 2009

20/20 – Kannst Du es sehen?

Ein fotografischer Austausch zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet

16. Januar – 24. Februar 2010, Neue Schule für Fotografie, Berlin

12. Juni – 31. August 2010, Galerie Kalthoff, Essen

Wie sieht es hier in 10 Jahren aus?
Mit dieser Frage im Hinterkopf bereisten 12 Fotografiestudierende der Ruhrakademie Schwerte und der Neuen Schule für Fotografie Berlin die Heimat ihrer jeweiligen Austauschpartner. Zwischen Januar und August 2009 forschten sie vor Ort nach Ungesehenem und Werdendem, nach Visionen und Zeichen und nach neuen Zugängen. Initiiert wurde das Projekt von Marc Volk, Fachdozent an der Neuen Schule für Fotografie Berlin, und Hendrik Lietmann, Dozent für Fotodesign an der Ruhrakademie Schwerte.

Fotograf*innen: Jenni Federwisch, Saskia Kaiser, Marco Laux, Giovanna Schulte-Ontrop, Marco Philippi, Nora Reschke, Debbie Runkel, Magdalena Spinn, Alexandra Walther, Sophie-Theresa Weicken, Jakob Wierzba, Jan Wirdeier

2010

Tatort Brunnenstraße

13. März – 8. Mai 2010

Die Brunnenstraße liegt direkt vor der Tür der Neuen Schule für Fotografie. Als heterogenes Spannungsfeld zwischen Berlin-Mitte und dem Wedding liefert sie ein spannendes beispielhaftes Portrait einer Stadt, die sich im ständigen Wandel befindet. Was jedoch passiert in dieser Straße und wodurch zeichnet sich dieser Wandel aus? Sucht man jenseits bekannter Gentrifizierungsklischees und Immigrationsdebatten nach einer Antwort, trifft man schnell auf überraschende Widersprüche. Die Gegend wird „unbeschreibbar“ und verschwimmt vor dem Beobachter, je mehr er gewisse Indizien zu fokussieren sucht.

Ohne weitere Vorgaben stellte die Dozentin Eva Bertram ihren Studierenden die Aufgabe, die Nachbarschaft ihrer Schule fotografisch zu erkunden. Die offene Aufgabenstellung verpflichtete die Studierenden zu einer konzeptuellen und visuell stringenten Herangehensweise und spiegelt sich in sehr unterschiedlichen Umsetzungen wider.


Foto: Fachklasse Eva Bertram

2009

Regina Knueppel

Die Erfindung des Realen

2. Mai – 14. Juni 2009, Galerie Ruhnke, Potsdam

„Die Erfindung des Realen“ war der Thema eines einjährigen Fotoseminars an der „Neuen Schule für Fotografie“ in Berlin, das unter Leitung des Kölner Fotografen Wolfgang Zurborn stattfand.

Fotografien von K. T. Blumberg, Patrik Budenz, Veronica Castillo, Susanne Heincke, Anne Ida Helmer, Regina Knüppel, Dorothée Mahringer, Cordula Schneider, Ingrid Schreiber, Dieter Seitz, Corinna Streitz und Verena Thomas

Wir erfinden die Welt mit der Kamera nicht neu. Je intensiver wir aber auf die Suche nach einer visuellen Verdichtung unserer alltäglichen Erfahrungen in fotografischen Bildern gehen, desto mehr können wir erkennen, wie subjektiv geprägt jede Sicht ist, wie abhängig von individuellen Wertvorstellungen, Interessensgewichtungen und auch von ästhetischen Kriterien. Für die Entwicklung einer persönlichen, lebendigen und nicht nur konventionelle Bildmuster repetierenden fotografischen Handschrift, ist es von elementarer Bedeutung, die eigene Perspektive auf die Welt in einer umfassenden Weise zu verstehen, um sie selbstbewusst formulieren zu können. Eine Idee des Eigenen präzisiert sich aber erst in der Reibung mit dem Blick des Anderen. Erst durch diesen Dialog schälen sich Kriterien heraus, auf denen die vielfältig variierenden Erfindungen des Realen aufbauen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars „Die Erfindung des Realen“ von Wolfgang Zurborn an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin haben sich sehr intensiv auf diesen Prozess eingelassen, wobei Bildwelten zwischen Dokument und Fiktion, zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion entstanden sind.

In der Ausstellung treten diese sehr unterschiedlichen Herangehensweisen an die Fotografie in einen Dialog miteinander ein. Die Installation dieser sehr heterogenen Positionen schafft ein komplexes Bild unserer Welt, da sie keine eindeutigen Interpretationen schaffen will, keine ideologisch verengte Perspektive untermauert, sondern sich vielmehr der Existenz vieler paralleler Realitäten bewusst ist.

K.T. Blumberg

2008

Verena Thomas, „dual“

neunmal gorkypark

Fotografien von Marlene Apmann, Pam Ruf, Ralf Schlesener, Corinna Streitz und Verena Thomas aus dem Workshop von Wolfgang Zurborn.

Die Ergebnisse einer intensiven Suche nach unverbrauchten Bildern unserer Alltagswelt werden bis 27. Juni 2008 in der Ausstellung „neunmal gorkypark“ in der soulgallery in Berlin präsentiert.

30. Mai – 27. Juni 2008

Mit jeder fotografischen Arbeit erfinden wir die Realität neu. Die Wirklichkeitsnähe der Bilder, die wir mit der Kamera schaffen, sollte uns nicht vergessen lassen, dass sie ein Ausdruck unserer ganz individuellen Interessen an bestimmten Aspekten der uns umgebenden Welt sind. Die Vorstellung, dass die Fotografie eine eindeutige unmissverständliche Interpretation der Wirklichkeit schaffen sollte oder überhaupt könnte, muss aus vielerlei Gründen kritisch reflektiert werden. Für die Entwicklung einer persönlichen und lebendigen fotografischen Bildsprache ist es eine wesentliche Voraussetzung, die ästhetischen und kenntnistheoretischen Kriterien des subjektiven Schaffensprozesses verstehen zu lernen. Der Dialog mit anderen Fotografinnen und Fotografen und die neugierige Betrachtung historischer und aktueller Positionen der Fotografie können dabei sehr hilfreich sein.

Neun Mal sind Marlene Apmann, Pam Ruf, Ralf Schlesener, Corinna Streitz und Verena Thomas in monatlichen Treffen bei dem Workshop von Wolfgang Zurborn an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin zusammengekommen.
(Wolfgang Zurborn)

2008

Paula da Silva

Photoplatz im Hotel Bogota

Ausstellungseröffnung am 15.10.2008 im Hotel Bogota

Studenten der Neuen Schule für Fotografie zeigen ungewöhnliche Ansichten von Berlin.