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Fotos: Alîn Gabriel, Johann Karl, Linda Kerstein, Elvira Kolerova, Alice Palchetti, Loris Rizzo, Jonathan Sachs, Kyriakos Tarassidis und Richard Wohlfarth
Kachelbilder: Alîn Gabriel, Linda Kerstein

 

Atopie

Abschlussausstellung #27 der Klassen Eva Bertram und Eva Maria Ocherbauer

Eröffnung: Freitag, 18. September 2020, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 19. September bis 25. Oktober 2020
Öffnungszeiten der Galerie: Do bis So, 13 bis 18 Uhr
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Route

Alîn Gabriel, Johann Karl, Linda Kerstein, Elvira Kolerova, Alice Palchetti, Loris Rizzo, Jonathan Sachs, Kyriakos Tarassidis und Richard Wohlfarth

Utopie, Dystopie… Atopie! Nicht das Extreme, sondern das Unbeschreibliche dazwischen, das schwer Greifbare und Unverortbare ist Gegenstand der Abschlussausstellung unserer neun aktuellen Absolvent*innen. Es geht um zeitliche Überlagerungen, die an bestimmten Orten unweigerlich mitschwingen, um Fotografie und Film als das Festhalten von Unmittelbarkeit, von Gegebenheiten, von Flüchtigkeit wider das Vergessen. Wir werden sensibilisiert für das Gewöhnliche des urbanen Alltagslebens, stellen die Authentizität von Ritualen in der heutigen Zeit infrage und imaginieren für einen Moment den Wunsch, ein verblasstes, postapokalyptisches Universum farblich neu zu komponieren. Überhaupt ziehen sich Inszenierung, Vorstellungskraft und das latent Unheimliche wie ein roter Faden durchs Geschehen. Wieviel Unbehagen vermag ein Bild noch in uns auszulösen? Gibt es intergalaktische Schnittstellen zwischen Plastik und Mode? Und was passiert in unserer Wahrnehmung, wenn amorphe Strukturen zu Projektionsflächen werden und sich ihre Ursprünglichkeit auflöst?

Digitale Registrierung:

https://corona-anmeldung.de/visit/neue-schule-fur-fotografie-berlin

QR-Code Anmeldung:

 

 

 

 

 

 

Fotos: Richard Wohlfarth

Richard Wohlfarth
„Pareidolia“

Pareidolia
(altgriechisch para, deutsch ‚daneben‘, ‚vorbei‘ und eídolon, deutsch ‚Form‘, ‚Erscheinung‘, ‚(Trug-)Bild‘, ‚Schattenbild‘, theologischauch ‚Götzenbild‘)

Steine sind die ursprünglichsten Lebewesen auf diesem Planeten. Sie formen nicht nur das Rückgrat unserer Erde. Von unseren Ahnen bewohnt und vergöttert, stehen sie heute noch im Schatten alter Mythen und Legenden. Im Feuer geboren, durch den Zusammenstoß von Kontinenten deformiert und von Wasser und Eis ausgehöhlt. Trifft Wasser auf die Oberfläche von Stein, werden seine Narben zu klaffenden Wunden. Festgehalten auf Schwarz-Weiß Film, werden diese Landschaften zu subjektiven Bildwelten, in denen die Bedeutung auf einer individuellen Interpretationsebene stattfindet. Während sie heute das Fundament von Städten und Straßen sind, wurden sie vor Urzeitenbewohnt und vergöttert.

Foto: Ben Chislett

Über Richard Wohlfarth

Ich bin in Schöneiche bei Berlin aufgewachsen. Während mich die Großstadt mit ihrer düsteren Clubszene verführt und mich der 4/4 Takt elektronischer Musik antreibt, ist die Natur mein Ruhepol. Pures Licht und rohe Klänge erzeugen Bilder in mir. Ich hinterfrage den Filter hinter unseren Augen und die Gesetze unseres Kosmos, in dem ich auf Schwarz-Weiß Film fotografiere, die Realität verrätsele und Feinstofflichkeit festhalte. Das Transzendierende, die Auflösung des Egos zum Kosmos hin, ist Angelpunkt meiner künstlerischen Arbeit. 2019 habe ich mit Alin Gabriel das esc. kollektiv gegründet und bin als DJ in verschiedenen Kollektiven Berlins zu Hause.

Website: www.richardwohlfarth.com

 

 

Fotos: Kyriakos Tarassidis

Kyriakos Tarassidis
„Polaroids“

The face is the mirror of the mind, and eyes without speaking confessthe secrets of the heart. ~ Saint Jerome

 

Foto: Ben Chislett

Über Kyriakos Tarassidis

I focus solely on analog photography, trying to assimilate thetransformation of shapes and bodies while focusing on moments ofuncertainty and incredulity.