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Corona-Krise: Hilfen für freischaffende Fotografen in Berlin

Click here for the English version.

Wir haben eine Reihe von Schülern der Neuen Schule für Fotografie Berlin, die bereit sind, bei Papierkram und Übersetzung zu helfen. Bitte setzt euch mit mir in Verbindung, Ben Chislett / 017623548004 / , wenn ihr Hilfe benötigt oder helfen möchtet. Auch wenn ihr einen Fehler findet, teilt es uns bitte mit, damit wir dieses Dokument aktualisieren können.

Als dokument anschauen und herunterladen

WICHTIG!

Das Programm SOFORTHILFE II beträgt 5000 € / 6 Monate ausgezahlt, um in der aktuellen Situation zu helfen. Das Antragsformular ist ab Freitag, den 27.03.2020 über www.ibb.de erhältlich.

Hier ist eine Inhaltliche Kopie davon (Deutsch und Englisch).

Ähnliche Programme des Bundes sollen noch diese Woche von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden (u.a. 9000€ / 3 Monate), Informationen dazu finden sich unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/hilfen-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438 Es ist zu beachten, dass diese Zuschüsse zusätzlich zu denen des Landes Berlins gezahlt werden, sie werden nicht verrechnet.

So sieht es auf die Webseite aus:

Inhaltsverzeichnis

Was Solo-Selbständige jetzt tun sollten

Antrag auf ALGII (Grundsicherung)

Informationen des Berufsverbands Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. (BFF) für Fotografen

Zwangsquarantäne (§ 56 Infektionsschutzgesetz IfSG)

Informationen für abhängig Beschäftigte

Was Solo-Selbständige jetzt tun sollten:

  • Dokumentiert alles und haltet es sortiert für Nachweiszwecke vor
  • Erstellt eine Liste abgesagter/verschobener Jobs mit Datum, Uhrzeit und erwartetem Einkommen
  • Berechnet ungefähr, wie viel Einkommen ihr erwartet und jetzt nicht bekommen werdet
  • Berechnet eure monatlichen Betriebskosten mit allem, von BVG-Tickets über Miete, Ausstattung, Adobe CC und andere Softwarelizenzen bis hin zur Amortisation eurer technischen Ausrüstung (z. B. Kamerakosten / wie lange ihr diese voraussichtlich in Monaten nutzen werdet). um zu sehen, was ihr reduzieren könnt und was wichtig ist

Möglichkeiten, eure Ausgaben zu reduzieren / zu verschieben:

Hier findet ihr weitere Informationen für Freiberufler: www.vgsd.de.

Dinge zum Überdenken

  • Bittet eure Bank um einen Kredit oder einen Überziehungskredit
  • Plant euer Essen mit einem Budget
  • Storniert euer monatliches BVG-Ticket

Wenn ihr Rechnungen nicht bezahlen könnt, setzt euch mit dem Unternehmen in Verbindung, erklärt eure Situation und fragt, was ihr tun könnt. Die meisten sind bereit, Zahlungspläne anzubieten.

* Aktuelle Nachrichten sprechen auch über neue Maßnahmen, die es Vermietern verbietet, Mieter zu vertreiben, die sich ihre Miete nicht leisten können. Hier ist ein Link zum Berliner Mieterverein, der in solchen Angelegenheiten helfen kann (7,50 € zu Beginn, dann 9 € / Monat).

Antrag auf ALGII (Grundsicherung)

MEHR INFOS, ALG II bedeutet für Selbständige, staatliche Unterstützung zu erhalten, aber nicht auf euren freiberuflichen Status verzichten zu müssen und zugleich in der Lage zu sein, Personen Rechnungen zu stellen. Dies sollte eure zweite Option nach der Soforthilfe II für Freiberufler sein (an die weniger Bedingungen geknüpft sein sollten). Der Nachteil ist, dass ihr den größten Teil eurer Ersparnisse (Auto über 7500 €, Zweitwohnsitz, Ersparnisse über 9750 €) aufgebraucht haben müsst, bevor ihr dazu berechtigt seid und möglicherweise zu Vorstellungsgesprächen gehen (was zu diesem Zeitpunkt noch nicht der Fall ist) und Reisepläne deklarieren müsst (auch das ist aktuell nicht notwendig). Für diejenigen, die sich bereits an einem Punkt befinden, an dem die Gelder fast versiegen, kann dies aber ein Lebensretter sein. Das ALG II wird für 6 Monate vergeben und wird gezahlt für Miete, Krankenversicherung und bis zu 432 € für Lebensmittel (wenn ihr anfangt, mehr als 450 € / Monat zu verdienen, muss einiges zurückgezahlt werden).

Soweit wir es richtig verstanden haben, steht dies Deutschen, EU-Bürgern und Nicht-EU-Bürgern mit Arbeitserlaubnis sowie Studenten zur Verfügung, nicht jedoch Touristen, Saisonarbeitern oder Asylbewerbern. Die Beantragung dieses Antrags kann sich auf euer Visum auswirken. Da jedoch alle Visa mindestens für die Krisenzeit verlängert wurden, sollte dies in Ordnung sein.

Für das ALG II müssen folgende Formulare ausgefüllt werden:

Hier gibt es ergänzende Informationen dazu:

Merkblatt SGB 2 (Deutsch)

General Information (English)

Español

Italiano

Andere Sprachen auf Kreis-lup.de

Informationen des Berufsverbands Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. (BFF) für Fotografen in der Corona-Krise:

https://bff.de/wp-content/uploads/2020/03/Der-BFF-informiert-zur-Corona-Krise-Teil-1-Hilfe-1.pdf?x79264

https://bff.de/wp-content/uploads/2020/03/Der-BFF-informiert-zur-Corona-Krise-Teil-2-Abgesagte-Jobs-1.pdf?x79264

https://bff.de/wp-content/uploads/2020/03/Der-BFF-informiert-zur-Corona-Krise-Teil-3-Finanzielle-Entlastung.pdf?x79264

Zwangsquarantäne (§ 56 Infektionsschutzgesetz IfSG)

Wer an Corona erkrankt ist, kann per Gesetz unter Quarantäne gestellt werden und darf seinen Wohnort nur in Ausnahmefällen verlassen. Eine berufliche Tätigkeit ist so vielfach nicht mehr möglich.

Wie so oft: Krankheit ist das übliche Problem für Freiberufler: keine Arbeit = keine Bezahlung, es sei denn, Du hast eine zusätzliche Versicherungspolice dafür oder es betrifft dich länger als 7 Wochen.

Wenn du als Betroffener jedoch unter Quarantäne gestellt wirst, hast Du als Freiberufler für bis zu 6 Wochen lang Anspruch auf Erstattung Deines erwarteten Einkommens, gemessen an Deiner letzten Steuererklärung oder dem was Du nachweisen kannst (Dokumentation! Dokumentation! Dokumentation!). Das Formular wird vom örtlichen Gesundheitsamt ausgegeben (findest Du unter diesem Link). Hier ist das Formular für Berlin, das per E-Mail an mit einer Kopie der letzten Steuererklärung, einer Kopie eurer Krankenversicherungszahlungen und einer Kopie der Quarantäneanordnung gesendet werden muss.

https://www.vgsd.de/corona-virus-auch-selbststaendige-und-freiberufler-werden-bei-quarantaene-entschaedigt/

https://www.berlin.de/sen/finanzen/presse/nachrichten/artikel.908216.php

https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/BJNR104510000.html#BJNR104510000BJNG001200310

Informationen für abhängig Beschäftigte

Viele Unternehmen, insbesondere im Handel, der Gastronomie und im Dienstleistungsgewerbe, können derzeit gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt aktiv sein. Um Insolvenzen zu vermeiden, ist für solche Unternehmen Kurzarbeit eine der schnellsten und effektivsten Möglichkeiten.

Kurzarbeit bedeutet, das der Arbeitgeber die Arbeitszeit reduziert. Er muss die Arbeitnehmer dann nur für die tatsächlich angefallene Arbeitszeit entlohnen. Da dies zu starken Einkommenseinbußen führen würde, zahlt das Arbeitsamt zusätzlich 60% der Differenz (mit Kindern im Haushalt 67%) an die Angestellten. Dies gilt anteilig auch für Teilzeitbeschäftigte und Zeitarbeitnehmer, nicht aber für Minijobber, diese erhalten kein Kurzarbeitergeld!

Vor der Einführung muss der Arbeitgeber die Zustimmung des Betriebsrates einholen, falls es keinen gibt, muss jeder Angestellte schriftlich zustimmen. In dieser Phase kann die Belegschaft ggf. noch Einfluss auf die Ausgestaltung der Kurzarbeit nehmen (z.B. eine Selbstverpflichtung des Arbeitgebers zur gleichmäßigen Verteilung der Kurzarbeit unter den Angestellten, damit niemand zu starke Einkommensbußen erleidet.)

Kurzarbeit Info:

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/mit-kurzarbeit-gemeinsam-beschaeftigung-sichern.html

Kachelbild: Eva Bertram