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Fotos: Sabrina Radeck, Eun Sun Cho, Jakob Wierzba, Johann Karl, Thilo Mokros, Linda Kerstein, Caro Lenhart

 

GIFT – Feldversuche zu Landwirtschaft und Biodiversität

 

Teilnehmer:innen: Eun Sun Cho, Johann Karl, Linda Kerstein, Caro Lenhart, Thilo Mokros, Sabrina Radeck, Jakob Wierzba

Projektleitung: Eva Bertram, Ines Meier

Wanderausstellung der Neuen Schule für Fotografie mit Unterstützung von: Heinrich-Böll-Stiftung, Institut für Welternährung, Grün Berlin, GLS Treuhand, Hahnemühle

„Gift“ meinte althochdeutsch ursprünglich „das Gegebene“ oder „die Gabe“, bevor sich die Bedeutung hin zur „tödlichen Gabe“ veränderte. Der Titel der Ausstellung, die sich künstlerisch und dokumentarisch mit dem Themenkomplex Landwirtschaft und Biodiversität auseinandersetzt, verweist auf biologische Vielfalt als Geschenk, das von Generation zu Generation vererbt wird – und gleichzeitig auch auf die akute Gefährdung unserer Lebensgrundlage.

Hintergrund

Wir erleben derzeit das größte Massenaussterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Im neuen Zeitalter des Anthropozän ist der Mensch zu einer planetaren Kraft geworden, die die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse der Erde massiv verändert. Industrielle Landwirtschaft spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie gehört zu den Hauptverursachern von Artensterben und Klimakrise, leidet aber gleichzeitig massiv unter den Folgen. Die Fotografie hat in unserer Mediengesellschaft eine zentrale Rolle und Verantwortung bei der Vermittlung von Informationen. Sie kann zur Aufklärung beitragen, berühren, provozieren und Veränderungen anstoßen. Die Mehrheit der vorhandenen Bilder, die den drängenden Themenkomplex Landwirtschaft und Biodiversität vermitteln sollen, kreisen jedoch um wenige einfache und naheliegende Motive, die in Varianten wiederholt werden und inzwischen klischeehaft und abgenutzt erscheinen. Ziel des im Frühjahr 2020 begonnenen Ausstellungsprojekts „GIFT – Feldversuche zu Landwirtschaft und Biodiversität“, an dem Studierende und Alumni der Neuen Schule für Fotografie teilnehmen, ist es, diesen Bildkreislauf durch eine intensive inhaltliche und visuelle Auseinandersetzung mit dem Thema zu durchbrechen und neue, überraschende Blickwinkel zu finden. Die entstandenen dokumentarischen und künstlerischen Fotoarbeiten sind so komplex und vielfältig wie das Thema selbst.

Ausstellungsstationen 

Vom 14. März bis 8. April 2022, Circle des Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie Potsdam (ATB)

Vom 20. Mai bis 18. Oktober 2022, Galerie Stone, 15. Umweltfotofestival „horizonte“ Zingst

Vom 16. bis 19. Oktober 2022, Akademie Schloss Tutzing im Rahmen der Konferenz „Silent Springs – Global Histories of Pesticides and our Toxic World(s)“ des Rachel Carson Center

Vom 3. März bis 31. März 2023 im Rahmen des European Month of Photography (EMOP), Heinrich-Böll-Stiftung Berlin 

Voraussichtlich ab Ende April/Anfang Mai 2023, Umweltbundesamt Dessau