Abschlussklassen

Seit der Gründung der Neuen Schule für Fotografie haben 25 Abschlussklassen die Schule verlassen. Dabei wurden insgesamt 19 hochwertig produzierte Abschlusskataloge herausgegeben.

2019

Foto: Fabienne Huth

Abschlussausstellung #25: Innereien

der Klassen Eva Bertram, Eva Maria Ocherbauer und Marc Volk

Nili Raz Almog, Almut Benedix, Carsten Horn, Fabienne Huth, Tobias Klatt, Tobias Ortmann, Johanna Ribbe, Jo Ann Stuhr, Sophia Vogel, Michael Wick

Eröffnung: Freitag, 29. März 2019, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 30. März bis 5. Mai 2019
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr

Wie tief die Fotografie in uns vorzudringen vermag, während sie freilich immer – wenn auch nur scheinbar – an der Oberfläche verbleibt, offenbaren die Studierenden des Jahrgangs #25 in ihrer Abschlussausstellung „Innereien“. Mit Eingeweiden, den Zutaten für geschmacksintensive Leibgerichte und anderen mehr oder weniger genüsslichen Assoziationen hat dieser Titel jedoch wenig gemein. Vielmehr verweist er, durchaus mit einem Augenzwinkern, auf die bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst ­– mit der eigenen Innenwelt, Entwicklung und Biografie –, die mehrheitlich in den gezeigten Arbeiten zum Tragen kommt. Diese Innen-Arbeit, die sich in den unterschiedlichsten Formen in unseren Handlungen und Äußerungen niederschlägt, geht meist buchstäblich an die Nieren, ist notgedrungen forschend und bisweilen düster-entrückt. Sie lässt nicht locker, will an die Wurzeln, will abschließen und manchmal auch vergessen machen. Die Positionen zeigen verschiedene Möglichkeiten dieser Selbstreflexion auf, die uns – wiederum nicht unähnlich den inneren Organen – letztendlich am Leben erhält.

 

Foto: Nili Raz Almog

Nili Raz Almog
Mit ihrer Arbeit „Serenity“ nimmt uns Nili Raz Almog mit auf eine Reise zu ihrem früheren Selbst. Sie erzählt eine von Abhängigkeit, Depression und Selbstzweifel gezeichnete Geschichte des Aufwachsens, der Bewältigung und Selbstfindung. Ihre Fotografien analysieren aus sicherer Distanz ihre zu dem damaligen Zeitpunkt vorherrschende innere Gefühlswelt. So wird jedes Foto zu einem Selbstporträt. Die Serie fügt sich zu einem sehr persönlichen fotografischen Monolog zusammen.

 

Fotos: Almut Benedix

Almut Benedix
In Trennungsfamilien sind heute neue praktische, aber auch emotionale Herausforderungen zu bewältigen. Die Gefühlswelt getrennt lebender Väter spielt im gesellschaftlichen Diskurs dabei noch eine untergeordnete Rolle. In „VATER UND KIND“ sucht Almut Benedix nach den Gedanken und Gefühlen von Vätern, die getrennt von ihren Kindern leben. Wie hat sich das Verhältnis zu ihren Kindern nach der Trennung entwickelt? Was wünschen sie ihren Kindern, was wünschen sie sich? In gemeinsamen Porträts nähert sich Almut Benedix den Vater-Kind-Beziehungen, in vertiefenden Interviews mit den Vätern kommen diese selbst zu Wort.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit sämtlichen Porträts und Interviews.

 

Foto: Carsten Horn

Carsten Horn
Das Buch- und Ausstellungsprojekt „Woanders. Eine fotografische Erzählung vom Unterwegssein und vom Bleiben“ von Carsten Horn versammelt Bilder aus zwanzig Jahren seines Lebens, die ums Wagenleben kreisen. Es ist einerseits das Porträt eines Wagenplatzes und die Dokumentation seiner Räumung 2014, andererseits zeichnet der Fotograf das zeitliche und räumliche Beziehungsgeflecht einiger Bewohner*innen der Community nach. Die Bilder geben Einblicke ins Private und Alltägliche. Blicke, Lücken und Leerstellen stehen dabei genauso im Fokus wie das Bleiben von Dingen und Beziehungen. Es wird ein Bogen geschlagen bis heute, zu den Freundschaften, der eigenen Familie und zu anderen Orten, an denen Gemeinschaft gelebt wird.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Fotobuch.

 

Foto: Fabienne Huth

Fabienne Huth
Die Arbeit „6 Frauen“ beschäftigt sich mit dem Aufwachsen und Erwachsenwerden über drei Generationen hinweg. Bei den Protagonistinnen handelt es sich um die Großmutter, Mutter und die drei Schwestern der Fotografin. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die sensiblen, traurigen, aber auch absurden Erinnerungen und Träume aus der Kindheit, Jugend und dem jungen Erwachsenenalter. Verbunden über den mütterlichen Stammbaum der Familie tradieren die Frauen bestimmte Empfindungen und Erfahrungen, die die nachfolgenden Generationen beeinflussen. Die Arbeit verschafft einen Einblick in dieses sensible und intime Verwobensein innerhalb der Familie. „6 Frauen“ hält die Vergangenheit fest und erschafft zugleich anhand von Inszenierungen eine neue Geschichte.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Fotobuch.

 

Foto: Tobias Klatt

Tobias Klatt
In einer Zeit der Anspannung, des Konfliktes und der Schnelllebigkeit scheint es fast so, als würden wir unter dem Gewicht der heutigen Gesellschaft erdrückt. In eben dieser Zeit begann Tobias Klatt, sich neu kennenzulernen und die stetigen Veränderungen der unmittelbaren Umgebung seines Wohnortes in Berlin bewusster wahrzunehmen und festzuhalten. Dabei entstand die Arbeit „Die Welt ist mir zu viel“. Ausgelöst durch den Abriss, den Neu- und Umbau anliegender Häuser dokumentierte Klatt zunächst diesen Wandel und ging dabei im Verlauf der Ausarbeitung immer stärker ins Detail. Aus einer versteckten Perspektive heraus beobachtete er zunehmend den Mikrokosmos seiner Nachbarschaft. Wie in Hitchcocks „Fenster zum Hof“ steht in dieser Arbeit der Hinterhof als Bühne symbolisch für die Welt, in der Klatt die Protagonist*innen im Laufe der Jahres- und Tageszeiten beobachtete.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Fotobuch.

 

Foto: Tobias Ortmann

Tobias Ortmann
Sie leben mit uns: als Familienmitglied, Begleiter durch leichte und schwere Zeiten, als Ruhepol oder Motivator. Die Rede ist von Hunden, Katzen, Schlangen, Ratten, Papageien oder Hamstern. Es gibt über 34 Millionen Haustiere in Deutschland, davon mehr als 13 Millionen Katzen und ca. 9 Millionen Hunde. Fast jeder dritte Bundesbürger besitzt ein Haustier, der Trend ist steigend. Haustiere leben häufig auf engstem Raum mit ihren Besitzern zusammen. Aber Haustier ist nicht gleich Haustier. Selbst bei derselben Art unterscheidet sich jedes Tier in Farbe, Form und Verhalten. Wie sein Besitzer ist auch jedes Haustier ein individuelles Wesen, und niemand kennt seine Eigenheiten so gut wie sein Halter. In der fotografischen Arbeit „Zusammen“ erkundet Tobias Ortmann in Doppelporträts diese spezielle Beziehung zwischen Mensch und Tier. Dazu hat er im vergangenen Jahr Haustierbesitzer mit ihren tierischen Begleitern ins Studio eingeladen und gemeinsam fotografiert.

 

Foto: Johanna Ribbe

Johanna Ribbe
Wie erleben wir die Natur in unserer Stadtlandschaft? Ist sie echt oder wird sie hinter menschlicher Definition versteckt? In der Stadt verflechten sich die Strukturen der Erde, werden umgestaltet und gehen verloren in den Strukturen der menschlichen Hand. Platz wird entbehrt, um neuen Platz zu schaffen. Erde wird entbehrt, um neuen Grund zu schaffen. Welche Bedeutungsebene kommt der Natur zu, wenn dem Menschen die Macht der Kontrolle obliegt? Ist sie synthetisch oder organisch in ihrer Existenz? Wenn die Natur in Plastik verpackt wird, ist sie dann Müll? Diese Fragen stellt Johanna Ribbe in ihrem Abschlussprojekt „Half Way Home“ und wundert sich gleichzeitig, wohin die Blumen verschwinden, wenn sie nicht mehr schön anzusehen sind. Sind sie dann half way home?

 

Foto: Jo Ann Stuhr

Jo Ann Stuhr
Ausgelöst durch den Abschied von ihrer geliebten Großmutter Ana und die damit verbundene schmerzliche Begegnung mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer setzt sich Jo Ann Stuhr intensiv mit den Momenten und Formen des letzten Abschiednehmens auseinander. Blumen sind dabei ein zentrales Element des Ausdrucks und der Gestaltung. Ihre Schönheit und ihre individuelle Bedeutung stehen für die Persönlichkeit der Verstorbenen und verkörpern gleichzeitig die Liebe und Zuneigung der Trauernden. „TrauerFlower“ inszeniert und zelebriert die Bedeutung und Kraft von Blumen in genau diesem Kontext – als Symbole zwischenmenschlicher Berührung und Träger individueller Gestaltung beim Abschiednehmen.

 

Foto: Sophia Vogel

Sophia Vogel
Sophia Vogel stellt in ihrer fotografischen Installation „Gedächtnisprotokoll“ einen assoziativen Betrachtungsraum her, der sich mit den Themen Verlust, Trauer, Schmerz und Tod beschäftigt. Die unterschiedlichen Einzelbilder aus ihrem persönlichen Archiv laden die Besucher*innen ein, sich auf ihre eigene Weise mit diesen existenziellen Themen auseinanderzusetzen und womöglich auf die Suche nach den eigenen schmerzvollen Erinnerungen zu gehen.

 

Michael Wick
Mit seiner Multimediainstallation „Non-Player Character“ erkundet Michael Wick den digitalen Lebensraum einer Generation, die im Internet groß geworden ist. Es sind die Randgestalten, die von der Gesellschaft Zurückgelassenen, auf die sich sein Fokus dabei richtet. Sie tummeln sich in den Foren und Imageboards des Deep Webs, einem Schutzraum, in dem sich selbst die absurdesten Weltbilder frei entfalten können. Die Herkunft und die Geschichten dieser Menschen mögen zwar sehr unterschiedlich sein, was sie eint, ist jedoch ihre Frustration, die Perspektivlosigkeit und der Hass gegen jene, die sie für ihre Situation verantwortlich machen. Diese Arbeit ist der Versuch, einen unvoreingenommenen Einblick in ihre Welt zu ermöglichen.

2018

Foto: Alicia Louisot

Unendlich

Abschlussausstellung #24

Abschlussklassen betreut von Eva Maria Ocherbauer, Bertram Kober und Marc Volk

Alicia Louisot, Charlotte Eberwein, Kim Lara Ehmer, Markus Feicht und Rahel Preisser.

14. April – 20. Mai 2018

Website Unendlich

2017

Foto: Dominykas Kersulis aus der Abschlussarbeit „Trickster“

Morgen ist überall

Abschlussausstellung #23 (Teil 2)

Abschlussklassen betreut von Eva Maria Ocherbauer, Bertram Kober und Marc Volk

Cornelius M Bütow, Dominykas Kersulis, Sophie Mercedes Köchert, Benjamin Kummer und Roberta Stein.

2. Dezember 2017 – 21. Januar 2018

Website Morgen ist überall (Teil 2)

2017

Gunnar Krüger, aus der Serie „The Golden Age“,

Morgen ist überall

Abschlussausstellung #22  (Teil 1)

„wir brauchten änderung aber die änderung brauchte jahre“

Ernst Jandl „zwei“, Dingfest, 1973

Abschlussklasse Eva Bertram

Tristan Barkowski, Melanie Bohn, Alexander Klang, Gunnar Krüger, Chiara Pavolucci, Tabea Przybilla, Martin Scholz

21. Oktober bis 26. November 2017

Website Morgen ist überall (Teil 1)

 

2017

Foto: Julian Slagman

IMPRESSUM
Abschlussausstellung #21

Abschlussklassen Eva Maria Ocherbauer und Marc Volk

Leo Braun, Lukas Becker, Loïc Laforge, Ilja Niederkirchner, Julia Novy, Julian Slagman

29. April bis 28. Mai 2017

Website Impressum

2016

Ciro Caltana

So we live

Abschlussausstellung II/2016

Ciro Caltana, Chiara de Maria, Anatol Kowalewski, MagdaTheGreat, Kichun Park, Antonia Pischke

29. Oktober – 4. Dezember 2016

Website So we live

2016

Foto: Marlene Pfau

einszweisiebenacht

Abschlussklasse Eva Bertram

Lucas Rubio Albizu, Eunsun Cho, David Feußner, Eva Maria Großmann,
Elisabeth Hardenberg, Anton Roland Laub, Marlene Pfau

30. April bis 19. Juni 2016

Webseite einszweisiebenacht

2015


Foto: Elena Sakoula

Point of View

Abschlussklasse Marc Volk

Mit Arbeiten von Joana Dias, Paquita Maria Etter, Corinna Christa Hengelein, Nancy Kelch, Katharina Lonitz, Sebastian Peise, Elena Sakoula, Emil Levy Z. Schramm, Carlitos Trujillo

3. Oktober bis 15. November 2015

Website Point of View

2015

Foto: Jana Evers

GATE 114

Abschlussklasse Bertram Kober

mit Arbeiten von Christophe Egger, Jana Evers, Alexander Meyer, Ronja J. Naumann, Max Stippel, Benjamin Visinand und Marc Wellmann

21. März bis 03. Mai 2015

2015


Foto: Steffen Junghanß

GATE 113

Abschlussklasse Eva Maria Ocherbauer

mit Arbeiten von Anna Maria Baur, Konstantin Börner, Annabelle Graf,
Fred Hell,Steffen Junghanß, Malte Kübel und Jan Kurbjuweit

09. Mai bis 28. August 2015

2014

Foto: Janine Drewes
Foto: Janine Drewes

SOWIESO

Abschlussklasse Eva Bertram

Mit Arbeiten von Janine Drewes, Maja Gottschalk, Sanja Ilic, Marjola Rukaj, Sebastian Simanowski, Saskia Uppenkamp, Ann-Sophie Winterhoff

27. September bis 26. Oktober 2014

Im Rahmen des 6. Europäischen Monats der Fotografie Berlin

Website SOWIESO

 

2014


Foto: Janine Marie Fritsch

SO ODER SO

Abschlussklasse Marc Volk

Mit Arbeiten von Janine Marie Fritsch, Angelika Greiner,
Sarah Kralisch, Caro Loder, Alexander Nicolussi,
Linda Rosa Saal, Stefanie Schmid Rincon, Meike Sieveking

01. November bis 30. November 2014

Im Rahmen des 6. Europäischen Monats der Fotografie Berlin

Website SO ODER SO

 

2014


Foto: Daniel Sebastian Schaub

VORSCHAU

Abschlussklasse Eva Bertram

Mit Arbeiten von Nadine Blanke, Thilo Mokros, Daniel Sebastian Schaub und Fabian Schubert

05. April bis 04. Mai 2014

Website VORSCHAU

2013


Ausstellung I

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Erster Teil Abschlussklasse Marc Volk

Mit Arbeiten von Ulrike Brase, Thommy Gebhardt, Dirk Hoffmann, Anni Jeroch, Yasmin Opielok, Jennie Schwartz und Jinhwan Seol

14. September bis 20. Oktober 2013

Website 2Φ3

2013


Ausstellung II

2φ3

Zweiter Teil Abschlussklasse Marc Volk

Mit Arbeiten von Sascha Bausch, Jan Bechberger, Linus Dessecker, Laura Muthesius, Ezgi Polat, Annemarie Scholz und Jonna Uesseler-Bereczki

26. Oktober bis 01. Dezember 2013

Website 2φ3

2013

alongside

Abschlussklasse Eva Bertram

Mit Arbeiten von Christoph Adam, Edit Billinger, Maria Gallin, Zorana Musikic, Katharina Skalweit, Nadine Talakovics und Moritz Zeller

9. März bis 21. April 2013

Website alongside

2012

IN SEARCH OF

Abschlussklasse Eva Maria Ocherbauer

Mit Arbeiten von Zoe Caspari, Alexander Fichert, Ismini Goula, Joe Kake, Boris Kramaric, Constanze Kratzsch, Anja Putensen und Lena Wessel

6. Oktober bis 18. November 2012

Website In Search Of

2012


Foto: Lisa Kunze

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Ausstellung der Abschlussklassen Eva Bertram und Marc Volk

Mit Arbeiten von Pablo Ruiz Holst, Lisa Kunze, Tanja Polz, Ingolf Seßler, Sarah Sperling, Birte Zellentin und Charlotte Zellerhoff

31. März bis 06. Mai 2012

Website .eins

 

2012


Foto: Laurie Schmiedt

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Ausstellung der Abschlussklassen Eva Bertram und Marc Volk

Mit Arbeiten von Judith B. Kluge, Babett Köhler, Maria Jauregui Ponte, Laurie Schmiedt und Kirill Semkow

12. Mai bis 17. Juni 2012

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2011

Zwielicht

Ausstellungen der Abschlussklassen Bertram Kober und Marc Volk

Mit Arbeiten von Leo Braunbehrens, Marie-Louise Cramer, Annique Delphine, Jenny Fitz, Alex Giegold, Ulf Goretzki, Marco Laux, Christoph Löffler, Ivo Petrov, Stephanie Stark, Anat Tauber, Robert Urban, Sophie-Teresa Weicken und Eric Windel

Erste Ausstellung: 16. April bis 1. Mai 2011

Zweite Ausstellung: 7. Mai bis 22. Mai 2011

Website Zwielicht 2011

2010

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Abschlussklasse Eva Bertram

Mit Arbeiten von Juliane Apel, Christine Bachmann, Mehdi Bahmed, Anna Broermann, Said Sennine, Giovanna Schulte-Ontrop, Cameron Scott, Jakob Wierzba, Jan Wirdeier und Tobias Wirth

2. Oktober bis 30. Oktober 2010

Website Ende Neu

2009

OPEN 09

Ausstellung der Abschlussklassen Eva Bertram und Marc Volk:

Sascha Bachmann, Ulrike Brückner, Patrik Budenz, Mercedes Debeyne, Inessa Dolinskaia, Lena Guimont, Markus Hahn, Holger Hertling, Kathrin Holighaus, Michael Kahl, Ulrike Lachmann, Emanuele Lami, Eckart Pscheidl-Jeschke, Judith Schenk, Danika Vöneky und Frank Walter

11. Oktober bis 25. Oktober 2009

 

2008

Elf vor zwölf

Abschlussklasse Eva Bertram

Mit Arbeiten von Paula da Silva, Maria Beate Effertz, Cordula Giese, Lukas Hoffmann, Sören Krajci, Hermann Loew, Michael Martin, Maria Schiffer, Patrick Schlimme, Gilbert Wedam und Johanna Wunderlich

27. September bis 12. Oktober 2008

Elf vor zwölf ist ein zweifaches Debüt, zum einen als erste Gruppenausstellung der Klasse Eva Bertram, zum anderen als erste Abschlusspräsentation der 2007 gegründeten Neuen Schule für Fotografie, die aus der renommierten Fotoschule am Schiffbauerdamm hervorging und deren Träger heute die Internationale Akademie für Photographie e.V. ist.

Elf vor zwölf zeigt fotografische und filmische Ergebnisse aus eineinhalb Jahren intensiver Auseinandersetzung mit persönlichen Themen. Was die Elf der ersten Abschlussklasse der Neuen Schule für Fotografie im Blick haben, zeigt ihre Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien, Projektraum 1.
LUZ VERMELHA. Paula da Silva fotografiert Tänzer, Prostituierte und Erotikdarsteller, und blendet dabei aus, wofür die Protagonisten dieses Geschäfts gemeinhin stehen – ihren verfügbaren Körper.

AUG’ UM AUGE. Maria Beate Effertz ist angezogen von Leerstellen und Freiräumen und begibt sich fotografisch und zeichnerisch auf die Suche nach dem Schnipsel zwischen Zeit und Raum.

TANTE ERIKA. VERGEBEN UND VERGESSEN. Cordula Giese, aus einer schlesischen Flüchtlingsfamilie ohne fotografisches Gedächtnis, begab sich auf eine filmische Reise in die Heimat der Eltern ins heutige Polen. Sie spürte die auf der Flucht mitgeführten Gegenstände in ihrer Familie auf, und fotografierte sie im Stil einer Archivarin.

IF THERE ARE IMAGES ATTACHED THEY WILL NOT BE DISPLAYED. Lukas Hoffmann fotografiert seine installativen Eingriffe im öffentlichen Raum, mit denen er auch Fragen nach der Privatisierung von städtischen Flächen aufwirft und Farbwirkungen untersucht.

VORÜBERGEHEND BEI SICH. Sören Krajci beschäftigt sich in seiner Arbeit mit dem Bei-sich-Sein, kurzen Momenten des Innehaltens: “Wenn auch nur vorübergehend, oft nur für einen Augenblick, und zuweilen mit einer schwer durch Worte zu beschreibenden Intensität nehmen wir einander wahr.”

STAND DER DINGE. Hermann Loew lauscht der Sprache der unbelebten Gegenstände, die sich aus dem Gewohnten heraus zu schälen scheinen. Ein leises, unheimliches Spiel zwischen Übersehen und Wahrnehmen.

ÜBERLEBENSZEIT. Michael Martin, vorübergehend von Krebs geheilt, untersucht mittels Detailansichten die hiesige Friedhofskultur. Hierbei verschränkt sich sym­bolisch Aufgeladenes mit der Funktionalität der Grabpflege.

THE OTHER ME. Maria Schiffer, fasziniert von der Parallelwelt hinter den Bühnen, portraitiert Momente des Übergangs – zwischen Inszenierung und Authentizität.
1/8 SEKUNDE. Patrick Schlimme spürt in seinen grobkörnigen Bildern der nächtlichen Flüchtigkeit und Zufälligkeit nach. Seine anonymen Gestalten wirken wie aus der Zeit gerissen.

ORDENSMEISTERSTRASSE, ECKE TEMPELHOFER DAMM. Gilbert Wedam, zu seiner Arbeit durch eine zufällige Begegnung in einem ihm fremden Wohnhaus inspiriert, nähert sich in sehr persönlichen Bildern der Seele dieses städtischen Mikrokosmos.

DAS BILD, DAS IM INNERN AUFGEGANGEN. Johanna Wunderlich entwirft im Sinne E.T.A. Hoffmanns “Phantasie als wahres Sehen” ihre poetischen Bilderwelten. „Ich will in seine Geschichten eintauchen und schauen, was ich dann in meiner Umgebung sehe.“