Elmar Mauch, Institut für künstlerische Bildforschung

Fundfotos, Archivdokumente, Netzbilder: Arbeiten mit dem Reservoir der Fotografie

Symposium, 19. November 2017, 10 – 17 Uhr

Moderation: Dr. Susanne Holschbach

Künstler/innen beschäftigen sich heute auf vielfältige Weise mit dem Bildreservoir der Fotografie. Sie recherchieren in Archiven, „adoptieren“ verwaiste Privatfotos oder transferieren Bilder, die im Netz zirkulieren, in den realen Raum. Das Symposium möchte mit seinen vier Beiträgen und einer thematischen Einführung einen Einblick in die unterschiedlichen Praktiken und Konzepte der Aneignungen und Re-Kontextualisierung vorhandener Fotografien geben.

Programm:

10:00 Einlass

10:30 Begrüßung und Einführung (Susanne Holschbach, Neue Schule für Fotografie)

11:00 Daniel Poller: Der große Gewinn.
In seiner Arbeit Der große Gewinn transformiert der Fotograf Daniel Poller historische Aufnahmen des „wiederaufgebauten“ Braunschweiger Stadtschlosses und durchkreuzt so die Vorstellung einer repräsentativen Geschichtsrekonstruktion.

12:00 Peggy Buth: Desire and Representation
Peggy Buth, Professorin für Medienkunst an der HGB Leipzig, greift in Desire and Representation Bilder aus dem kolonialen Reservoir auf und bringt durch Inszenierung und neue Kontextualisierung deren queere Subtexte in Erscheinung.

13:00-14:30 Mittagspause

14:30: Elmar Mauch: Das Institut für künstlerische Bildforschung
Der Fotograf Elmar Mauch bezeichnet seine wachsende Bildersammlung als Anti-Archiv. In seinem Institut für künstlerische Bildforschung versucht er, durch subtile Eingriffe und Montagen das kulturelle und visuelle Potenzial ausgemusterter Privatfotos sichtbar zu machen.

15:30: Arwed Messmer: Das latente Bild des Archivs
Auch Arwed Messmer ist vom Fotografen zum Bildarchäologen geworden. Für sein neues Projekt RAF – No Evidence/Kein Beweis sichtete er unzählige Polizeiaufnahmen in staatlichen Archiven, deren latente Bildlichkeit er in Installationen produktiv werden lässt.

 

Die Vortragssprache ist Deutsch.