2010

Vortrag von Christine Dorothea Hölzig

Das Natürliche im Spiegel der Fotografie

Samstag, 6. November 2010, 10-18 Uhr

Unter dem Motto „Fotografie zwischen Theorie und Praxis“ organisiert die Neue Schule für Fotografie zum zweiten Mal ein Symposium, für das Fotografen und Fotografinnen und Kunstwissenschaftler*innen, Theoretiker*innen und Praktiker*innen eingeladen werden, aus ihrer jeweiligen Sicht über ein bestimmtes Thema zu sprechen. In diesem Jahr geht es um die Reflexion des Natürlichen in der Fotografie. Es werden gegenwärtige Positionen vorgestellt, aber auch die Geschichte und Entwicklung des Verhältnisses von Natur und Fotografie analysiert. Fotografischen Projekten wie „Paradise Now“ von Peter Bialobrzeski, „Sans Moi“ von Olaf Unverzart und Ausstellungen wie „Der Rote Bulli. Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie“ stoßen derzeit auf großes öffentliches Interesse. Nicht nur die Abbildung des Natürlichen wird dabei neu verhandelt, auch die Diskussion über die Wahrnehmung von Natur in der Gesellschaft erhält einen neuen Stellenwert. Beleuchtet werden vor allem die Aspekte „Natürlichkeit“ versus „Künstlichkeit“, und das von Menschenhand Geschaffene, „Technische“ im Vergleich zum ursprünglichen, natürlichen Wesen von Flora und Fauna. Auch die neuen Möglichkeiten, die sich mit der digitalen Technik bieten, werden voll ausgeschöpft. Zwischen Dokumentation und Neuschöpfung ist das Natürliche wahlweise Sehnsuchtsort, kulturelle Reibungsfläche und beunruhigendes Szenario des „Zurückgeworfen-Seins“ im Angesicht der Naturgewalten.

Konzeption und Organisation: Barbara Schneider mit Unterstützung von Dr. Matthias Christen, Iris Müller, Manfred Schmalriede und Marc Volk

Nadin Maria Rüfenacht im Gespräch mit Prof. Manfred Schmalriede