Foto: Linus Dessecker

Fachunterricht Fotografie

In praktischen Übungen machen sich die Studierenden mit den wichtigsten fotografischen Genres vertraut: Sachfotografie, Porträt, Bildbericht, Architektur- und Landschaftsfotografie. Mit konkreten Aufgaben erforschen sie die Grundlagen der Fotografie, mit selbst gewählten Themen entwickeln sie eigene Arbeitsweisen und inhaltliche Interessen. Gruppenarbeiten stärken den Zusammenhalt innerhalb der Klasse und fördern soziale Kompetenz.

Während sie ihre Arbeiten in der Gruppe diskutieren, sensibilisieren die Studierenden auf Basis bildwissenschaftlicher Methoden ihr Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Darstellungsvermögen. Sie machen die Erfahrung, dass Fotografie Erkenntnismittel und Ausdrucksmittel sein kann und ihre Bedeutung sich mit dem Kontext verändert.

Sie üben sich darin, fotografische Positionen reflektiert zu vertreten und im gesellschaftlichen, foto- und bildwissenschaftlichen Zusammenhang zu verorten.

Eva Bertram, Bertram Kober, Eva Maria Ocherbauer und Marc Volk

Foto: Judith Schenk

Grundlagen der visuellen Gestaltung

Die Studierenden eignen sich die Grundlagen der Komposition und die Gesetzmäßigkeiten der visuellen Gestaltung an. Während zeichnerischer und malerischer Übungen beobachten sie ihre Wahrnehmung und schulen diese, um gestalterische Entscheidungen besser treffen zu können. Zu den Themen, die im Unterricht behandelt werden, gehören zum Beispiel: Figur-Grund-Beziehung, Grundkontraste, Formkontraste, Abstraktionsgrad, Prägnanz, Ordnungsprinzipien, Räumlichkeit, Klang, Rhythmus, Farbe, Typografie und Drucktechniken.

Bodo Müller


Foto: Ben Chislett

Technik der Fotografie

Neben den technischen Grundlagen der analogen und digitalen Fotografie eignen sich die Studierenden an, wie sie mit den wichtigsten Aufnahmematerialien, Kameratypen und Objektiven umgehen.

Sie üben, Labor- und Studiotechnik sowie Pigmentdrucker zu benutzen, und erfahren technische Aspekte der Fotografie anhand praktischer Übungen. Dabei untersuchen sie, welchen Einfluss die wichtigsten Gestaltungsmittel der Fotografie – Licht, Brennweite, Belichtungszeit, Schärfe – auf das Bildergebnis haben kann.

Arne Reinhardt, Ben Chislett


Foto: Thommy Gebhardt, Abschlussarbeit 2012

Digitale Bilder

Hier erwerben die Studierenden Kenntnisse, wie sie digitale Bilder bearbeiten, verwalten und ausgeben können.

Ausgehend vom Bild und seiner Bedeutung, eignen sie sich Konzepte an und üben Handlungsabläufe, um digitale Bilder angemessen weiterzuverarbeiten. Zu den Themen, die im Unterricht behandelt werden, gehören zum Beispiel: Formate, Proportionen, Tonwerte, Farbigkeit, Kontrast, Schärfe, Auflösung, Bildfehler und Layout.

Eckart Pscheidl-Jeschke


Prof. Manfred Schmalriede mit der Grundklasse in der Gemäldegalerie

Geschichte und Theorie der Fotografie

Was unterscheidet Fotografie von anderen Medien? Wie haben sich angewandte, künstlerische und populäre Fotografie historisch entwickelt? Welche Verfahren und Präsentationsformen, welche Richtungen, Stile und Genres lassen sich innerhalb der Fotografie unterscheiden? Wie setzt man die ästhetische und gesellschaftliche Wirkung von Fotografie reflektiert ein?

Die Studierenden reflektieren diese Fragen und erörtern ethische und rechtliche Aspekte des Aufnehmens und Zeigens bestimmter Motive. Während sie Bilder und Bildnarrationen schriftlich und mündlich analysieren, schulen sie ihre Wahrnehmungs- und Artikulationsfähigkeiten. Bei Ausstellungsbesuchen diskutieren sie aktuelle Entwicklungen der Fotografie, unterschiedliche Präsentationsformen und Kontextualisierungen.

Einzeln und in Gruppen halten sie Referate und eignen sich Arbeitsweisen an, mit denen sie sich auch auf die Abschlussarbeit vorbereiten – wie Ideenfindung, Recherche oder das Verfassen von Texten.

Prof. Susanne Holschbach, Prof. Manfred Schmalriede

Foto: Marc Volk, Sascha Weidner als Gastdozent in der Neuen Schule

Fotografische Berufspraxis

Wechselnde Gastdozierende referieren aus der Praxis ihres Berufsalltags – betriebswirtschaftliche Grundlagen, Urheber-, Vertrags- und Nutzungsrechte, Finanzierung freier Projekte über Wettbewerbe und Stipendien oder die Organisation von fotografischen Aufträgen – und über mögliche Berufsfelder: Auftragsfotografie, Bildredaktion, Kunstmarkt oder Fotografiekritik.

In vielfältigen Workshops können sich die Studierenden für die Zeit nach dem Studium orientieren und erste berufliche Kontakte knüpfen.

Michael Biedowicz, Dr. Christiane Stahl, Dr. Matthias Harder, Dr. Peter Funken, Hannes Wanderer, Jan von Holleben, Sven Görlich, Felix Hoffmann, Martin Liebert und weitere.

Foto: Marc Volk, Treffen und Portfoliosichtung mit John Gossage in New York

Fachenglisch

Gute Sprachkenntnisse müssen als existenziell für zukünftige Fotografinnen und Fotografen angesehen werden. Die Herausbildung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, in praxisbezogenen Situationen aktiv mit fachlichen und allgemeinen Inhalten umzugehen, ist daher eine wesentliche Aufgabe in der Ausbildung von Fotografiestudierenden. Das Ziel des Unterrichtsfachs Fachenglisch ist die Entwicklung dieser Fähigkeiten, d.h. gesprochenes und geschriebenes Englisch mit fachlichen Inhalten zu verstehen, darauf zu reagieren und sich in Wort und Schrift in beruflichen Situationen sprachlich korrekt auszudrücken, sowie eine Sprachbeherrschung in Englisch zu erreichen, die es ermöglicht, kompetent an im Geschäftsleben vorkommenden Kommunikationssituationen teilzunehmen.

Benjamin Chislett

Fotogramm: Maria Jauregui Ponte

Betriebswirtschaftliche Grundlagen

Das Seminar Betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt den Studierenden die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre mit den Bereichen Auftragsakquise, Angebotskalkulation, Rechnungswesen, Versicherung, Besteuerung und Strategie und Planung praxisorientiert und anhand von anschaulichen Beispielen aus dem Berufsalltag von selbständigen Fotografinnen und Fotografen.

Sven Görlich, Michael Wegener

Foto: Ezgi Polat