Foto: Ricardo Trabulsi

Felix Hoffmann

Felix Hoffmann wurde 1972 geboren, studierte in Wien und Berlin Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften und schloss sein Studium mit einer Arbeit über das Verhältnis von „Fotografie und Tod“ ab. Im Rahmen des Programms „Museumskuratoren für Fotografie“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach -Stiftung war er am Fotomuseum in München, dem Kupferstich-Kabinett Dresden und dem Museum Folkwang in Essen tätig.

Seit 2005 arbeitet Felix Hoffmann als Hauptkurator der C/O Berlin Foundation, wo er für Ausstellungen, Begleitprogramm und strategische Fragen verantwortlich ist. Aufgrund der privaten Trägerschaft besteht seine ständige Herausforderung darin, ein künstlerisch anspruchsvolles Programm und Profil zu entwickeln, das gleichzeitig die wirtschaftliche Existenz des Hauses sichert. Mit Leidenschaft, Neugier und Improvisationstalent hat er C/O Berlin auf dem Weg vom idealistischen Projekt zur international renommierten Institution begleitet und mit seinen Ideen geprägt.

„Die Fotografie
wird im 21. Jahrhundert
zusammen mit dem bewegten Bild
das dominierende Medium werden.“

Fotografen sind für Felix Hoffmann Menschen, die sich mit ihrer Umwelt, mit Wirklichkeit, Alltag und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen und diese spiegeln und visuell reflektieren. Mit ihren Fotografien beeinflussen sie wiederum die Wirklichkeit, da sie tagtäglich überall zu sehen sind: in Magazinen, Zeitungen, Fotobüchern und im Internet. Um Fotografie zu erlernen, hält er das Trainieren des Sehens für besonders wichtig, vor allem durch die Betrachtung von – historischen und zeitgenössischen – Fotografien, durch die Auseinandersetzung mit bereits existierenden visuellen Strategien.

Website von C/O Berlin

 

Felix Hoffmann hat Bücher herausgegeben und Texte verfasst und kuratierte zahlreiche Ausstellungen wie zum Beispiel Andres Serrano (2005), Martin Parr (2007), Nan Goldin, Robert Frank (2009), Peter Lindbergh, Robert Mapplethorpe, Gregory Crewdson (2010), Larry Clark und Jörg Sasse (2012) sowie die Themenausstellung „unheimlich vertraut. Bilder vom Terror“ (2011).

 

Interview auf talkingaboutphotography.net