Foto: Marc Volk

Eric Aichinger

Eine Oase am Nil, abgelichtet von John Beasley Greene. Als Eric Aichinger diesen Salzpapierprint aus dem Jahr 1852 sah, war das eine Initialzündung für ihn. Seitdem interessiert ihn die Frage, warum und wie wir den eingebauten Realitätsversprechungen der Fotografie immer wieder auf den Leim gehen. Eric Aichinger wurde 1971 in Long Beach, Kalifornien, geboren und studierte von 1990 bis 1998 in Münster, Westfalen, Philosophie, Publizistik, Politologie und Englische Philologie.

Seitdem ist er als Autor, Übersetzer, Kunstkritiker und Buchhändler tätig, war von 2004 bis 2008 Lektor beim Verlag Bildschöne Bücher, arbeitet in den Jahren 2008 und 2009 als Kurator für die Temporäre Kunsthalle Berlin und veröffentlichte zwischen 2006 und 2011 zahlreiche Artikel über zeitgenössische Kunst u. a. in artnet und Texte zur Kunst.

„Mich interessiert, dass, warum
und wie wir den eingebauten
Realitätsversprechungen der Fotografie
immer wieder auf den Leim gehen.“

Seit 2013 hat Eric Aichinger einen Lehrauftrag an der BTK Hochschule für Gestaltung, an der Neuen Schule für Fotografie ist er Gastdozent der International Class und lehrt dort Theorie und Geschichte der Fotografie. Seinen Unterricht gestaltet er in Form von Dialog und Debatte, für ihn gilt stets: fragen, fragen, fragen. So lange, bis kein Stein mehr auf dem anderen liegt – dann geht es daran, alles langsam wieder aufzubauen. Auf diese Weise möchte er seine Studierenden dabei unterstützen, eine eigenständige Bildsprache zu finden.